Trendbauten Holzhäuser – Was ist dran am Trend?

25. Juli 2022 , 10:28 Uhr

In der Welt der Architektur und des Bauwesens zeichnet sich ein Trend ab, und zwar die Verwendung von Holzgebäuden. Holz war aufgrund seiner Erschwinglichkeit schon immer eine beliebte Wahl für den Bau, aber in den letzten Jahren ist das Interesse an der Verwendung von Holz sowohl für gewerbliche als auch für Wohngebäude wieder gestiegen. Ein Grund liegt im wachsenden Interesse nach nachhaltigen Baustoffen – denn Holz ist ein CO2 Speicher. Details zu den Gründen des Trends „Holzhaus“ und warum dieser sich in Zukunft wahrscheinlich weiter verstärkt:

Gründe für den Trend-Baustoff Holz

Für den Trend hin zum Bauen mit Holz gibt es viele Gründe. Zum einen ist Holz ein nachhaltiges Material, das aus bewirtschafteten Wäldern gewonnen werden kann. Es ist auch ein sehr starkes und haltbares Material, was es ideal für den Bau macht. Insbesondere lässt es sich leicht verarbeiten und transportieren. Außerdem ist Holz ein wunderschönes Material, das jedem Gebäude eine warme und natürliche Ausstrahlung verleihen kann. Optische Gründe sind daher ebenfalls ein Grund für den Trend, wenngleich sie nicht so stark wiegen.

Klimawandel als Treiber des Trends

Neben den bereits genannten Gründen gibt es noch einen weiteren Faktor, der den Trend zu mehr Holzhäusern immer stärker vorantreibt: der Klimawandel. Die in den letzten Jahren zu beobachtenden extremeren Witterungsbedingungen führen dazu, dass traditionelle Bauweisen und Materialien immer weniger geeignet sind. So sind beispielsweise Gebäude aus Beton und Stein anfälliger für Hitzestress und extreme Wetterbedingungen wie Stürme oder Überschwemmungen. Häuser aus Holz sind dagegen viel flexibler und können daher besser mit solchen Bedingungen fertig werden.

Vorrangig ist weiterhin ein steigendes Umweltbewusstsein als Resultat klimatischer Veränderungen als Grund für den Trend hin zum Holzhaus zu nennen – denn der Bau mit Holz spart gegenüber klassischen Baumaterialien wie Beton oder Stein nicht nur viel sogenannte graue Energie und damit auch CO2 ein, sondern bindet darüber hinaus CO2 aus der Atmosphäre über Jahrzehnte bis Jahrhunderte in einer Bausubstanz.

Was ist graue Energie?

Die graue Energie eines Produkts ist die Gesamtmenge an Energie, die zur Gewinnung, Verarbeitung, Herstellung, zum Transport, zur Installation und zur Entsorgung des Materials oder Produkts erforderlich ist. Je höher die graue Energie ist, desto größer ist die Umweltbelastung. Holz als Naturprodukt hat eine sehr niedrige graue Energie, was bedeutet, dass es ein sehr umweltfreundliches Material ist.

Digitale Produktion ermöglicht hohes Maß der Individualisierung

Ein weiterer Treiber für den Holzhaus Trend ist die fallende Hürde bei der Individualisierung – denn Holzhäuser sind in aller Regel Fertighäuser. Moderne Fertigungsverfahren erlauben hier inzwischen ein nahezu unbegrenztes Maß an Anpassungen, sodass das „Haus von der Stange“ schon lange Geschichte ist. Gerade aus der Kombination des Baustoffs mit der Fertigbauweise entstehen weitere Vorteile, die den Trend zum Holzhaus beschleunigen:

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