Öffnungen für Baden-Baden ab Donnerstag und Raum Karlsruhe ab Samstag in Sicht

18. Mai 2021 , 07:08 Uhr

Baden-Baden/Karlsruhe (pm/lk) – Die Stadt Baden-Baden sowie die Stadt und der Landkreis Karlsruhe liegen zwischenzeitlich unter der Inzidenz von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In der Kurstadt können bereits ab Donnerstag Lockerungen bei Einzelhandel, Gastronomie und Kultur in Kraft treten. Für Freudenstadt stehen Lockerungen ab Freitag an. Und Stadt und Landkreis Karlsruhe könnten am Samstag folgen.

Fünf Werktage in Folge

Liegt die 7-Tage-Inzidenz in Stadt- oder Landkreisen nach Zahlen des Robert-Koch-Institut fünf Werktage in Folge unter der Schwelle von 100 – Sonn- und Feiertage nicht mitgezählt – tritt die Bundesnotbremse außer Kraft. In Baden-Baden können Gastronomiebetriebe bereits ab Donnerstag wieder öffnen. Treffen im öffentlichen und privaten Raum sind dann aus zwei Haushalten mit maximal fünf Personen erlaubt. Nicht mitzuzählen sind Kinder bis einschließlich 13 Jahre sowie genesene und geimpfte Personen. Paare, die nicht zusammenleben, zählen als ein Haushalt. Die Ausgangsbeschränkungen von 22 bis 5 Uhr entfallen. Im Landkreis Freudenstadt könnte am morgigen Mittwoch der fünfte Tag erreicht sein – Freitag wären Öffnungen möglich. Und sollte sich der positive Trend auch in und um Karlsruhe fortsetzen, wäre der Donnerstag der fünfte Werktag in Folge. Demnach könnte ab Samstag in Stadt- und Landkreis gelockert werden.

Urlaub und Gastronomie

Beherbergungsbetriebe dürfen wieder touristische Gäste empfangen. Dazu zählen unter anderem Hotels, Gasthäuser, Pensionen, Ferienwohnungen, (Dauer-)Campingplätze, (kostenfreie) Wohnwagenstellplätze und ähnliche Einrichtungen. Gäste ohne Genesenen- oder Impfnachweis müssen während des Aufenthalts alle drei Tage einen negativen Schnelltest vorlegen. Möglich ist auch touristischer Verkehr mit Reisebussen, Berg- oder Seilbahnen. Im Fahrzeug dürfen jedoch maximal die Hälfte der Sitzplätze besetzt sein, außerdem müssen sich Start- und Zielort mindestens in Öffnungsstufe 1 befinden. Die Gastronomie darf zwischen 6 und 21 Uhr öffnen. In Innenräumen ist ein Gast je 2,5 angefangene Quadratmeter Gastraumfläche erlaubt, Tische müssen mit 1,5 Meter Abstand gestellt sein. Im Außenbereich gilt keine Personenbegrenzung, dort gelten die AHA-Regeln. Mensen, Cafeterien und Betriebskantinen dürfen unter Einhaltung von 1,5 Meter Abstand öffnen. 

Einkaufen im Einzelhandel

Der bisher geschlossene Einzelhandel darf im Rahmen der Click&Meet-Regelung öffnen. Dabei ist eine Kundin oder einen Kunden pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche erlaubt. Stattdessen sind auch jeweils zwei Kundinnen und Kunden ohne vorherige Terminbuchung zulässig, sofern diese einen Test-, Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Geschäfte mit Produkten des täglichen Bedarfs, etwa Supermärkte, bleiben weiterhin unter Hygienebedingungen regulär geöffnet. Einrichtungen der Tierpflege wie Tiersalons können öffnen mit maximal einer Person pro 20 Quadratmeter.

Schulen und Lerneinrichtungen

Grundschulen, Grundschulförderklassen sowie die Grundstufen der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren und die Schulkindergärten können zum Präsenzunterricht unter Pandemiebedingungen zurückkehren. Ein Wechselunterricht ist damit nicht mehr nötig. Bis zu den Pfingstferien ist dies lediglich eine Option für die Schulen, die aufgrund der noch wenigen noch verbleibenden Tage bis zum Ferienbeginn und des Aufwandes nicht genutzt werden muss. Nachhilfeunterricht ist mit bis zu 10 Schülern möglich. Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen dürfen mit bis zu 10 Schülern unterrichten, ausgenommen sind Gesangsunterricht, Unterricht mit Blasinstrumenten oder Tanzunterricht. Für alle anderen Schularten bleibt es bis vorerst beim Wechselunterricht. Erlaubt sind ferner Lehrveranstaltungen im Freien an Hochschulen und Akademien bis 100 Personen, Kurse der Volkshochschule innen bis 10 Personen, außen bis 20 Personen. Ausgenommen sind Tanz- und Sportkurse.

Kultur und Freizeit

Im Freien können Kulturveranstaltungen wie Theater-, Opern- und Konzertaufführungen sowie Filmvorführungen mit bis zu 100 Besuchern stattfinden. Museen, Galerien und Gedenkstätten sowie botanische und zoologische Gärten dürfen öffnen. Veranstaltungen zur Religionsausübung, etwa Gottesdienste, sind ohne vorherige Anmeldung und Anzeige gestattet. Archive, Büchereien und Bibliotheken können öffnen, erlaubt ist eine Person pro 20 Quadratmeter. 

Sport und Bewegung

Kontaktarmer Freizeit- und Amateursport auf Sportanlagen und Sportstätten im Freien ist in Gruppen von bis zu 20 Personen erlaubt. Veranstaltungen des Spitzen- und Profisports werden im Freien mit bis 100 Zuschauern ermöglicht. Minigolfanlagen, Hochseilgärten, Bootsverleih und sonstige Freizeiteinrichtungen können im Freien von Gruppen bis 20 Personen genutzt werden. Die Außenbereiche von Schwimm-, Thermal- und Spaßbädern und sonstigen Bädern sowie Badeseen mit kontrolliertem Zugang mit einer Person pro 20 Quadratmeter dürfen ebenfalls öffnen.

Ein zweiter Öffnungsschritt kann folgen, wenn die Inzidenzen weitere 14 Tage lang stabil unter 100 bleiben.

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