Baden-Württemberg (pm/dk) – Vögel zählen bei Schnee und Frost: Vom 9. bis 11. Januar findet bundesweit wieder die „Stunde der Wintervögel“ statt. Der NABU Baden-Württemberg ruft dazu auf, eine Stunde lang Vögel im Garten, im Park oder am Futterhaus zu beobachten und zu zählen. Mitmachen ist ganz einfach – und auch bei echtem Winterwetter möglich.
Selbst wenn ihr noch nie Vögel gezählt habt: Es ist wirklich nicht schwer und macht großen Spaß. Sucht euch einfach ein Plätzchen am Fenster, im Garten, auf dem Balkon oder im Park und beobachtet dort eine Stunde lang, was umherflattert. Beobachtet werden kann zu einer beliebigen Stunde während des Zählzeitraumes.
Notiert euch dabei von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die ihr während dieser Stunde gleichzeitig sehen konntet. Das ist wichtig, damit Vögel, die zwischendurch ja auch wieder wegfliegen, nicht doppelt gezählt werden.
Der anhaltende Frost mit Schneefall könnte dafür sorgen, dass sich besonders viele Wintervögel an den Futterstellen einfinden. NABU-Vogelexperte Stefan Bosch erklärt:
„Packen Sie sich warm ein und helfen Sie uns dabei, die Vögel im Garten, im Park oder am Futterhaus bei echtem Winterwetter zu erfassen. Der anhaltende Frost mit Schneefall könnte dafür sorgen, dass sich mehr Wintervögel an den Futtersilos einfinden, weil sie in der Natur weniger zu fressen finden.“
Wer nicht nach draußen möchte, kann die Vögel auch vom Fenster, Sofa oder Balkon aus beobachten.
Der NABU und sein bayerischer Partner LBV laden bereits zum 16. Mal zur großen Vogelzählung ein. Eine Stunde lang wird gezählt, welche und wie viele Vögel zu sehen sind. Gemeldet wird jeweils die höchste Anzahl einer Art, die gleichzeitig beobachtet wurde.
Gezählt werden kann bis 11. Januar, gemeldet werden die Beobachtungen noch bis 19. Januar unter
HIER oder mit der App „NABU Vogelwelt“.
Wer Vögel im Winter füttert, sollte auf sauberes und trockenes Futter achten.
„Körner- und Fettfutter aus dem Fachhandel kauft man am besten in Bioqualität. Sonnenblumenkerne mögen fast alle Arten“, so Bosch.
Besonders bei Frost brauchen Vögel viel Energie. Fetthaltige Körner und Meisenknödel liefern diese besonders gut. Wichtig dabei:
„Bitte nicht in Netzen, sondern in extra Futtersilos anbieten, darin können sich die Vögel nicht verheddern.“
Meisenknödel lassen sich außerdem einfach selbst herstellen. Anleitungen dazu gibt es auf der NABU-Website.
Die „Stunde der Wintervögel“ gilt als größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands. Die gesammelten Daten helfen, die Entwicklung der Vogelbestände im Siedlungsraum zu beobachten.
Im vergangenen Jahr haben rund 122.000 Menschen bundesweit teilgenommen, davon mehr als 14.000 in Baden-Württemberg.
Gezählt werden kann bis 11. Januar, gemeldet werden die Beobachtungen noch bis 19. Januar unter
HIER oder mit der App „NABU Vogelwelt“.
Die NAJU lädt Kinder zur „Schulstunde der Wintervögel“ vom 12. bis 16. Januar ein. Dabei können heimische Wintervögel spielerisch kennengelernt, beobachtet und gezählt werden. Alle Infos dazu gibt es HIER.