Stuttgart (pm/tk) – Vögel zählen im Schnee: Vom 9. bis 11. Januar gibt es die deutschlandweite „Stunde der Wintervögel“. Der NABU ruft zum Mitmachen auf.
„Packen Sie sich warm ein und helfen Sie uns dabei, die Vögel im Garten, im Park oder am Futterhaus bei echtem Winterwetter zu erfassen. Der anhaltende Frost mit Schneefall könnte dafür sorgen, dass sich mehr Wintervögel an den Futtersilos einfinden, weil sie in der Natur weniger zu fressen finden“, sagt NABU-Vogelexperte Stefan Bosch. Gute Chancen also, viele interessante Beobachtungen zu machen. Wem es draußen zu frostig ist, kann drinnen vom Sofa aus die Einflüge an der Futterstelle im Garten oder auf dem Balkon beobachten.
„Wer Vögel im Winter füttern möchte, sollte auf die Qualität des Futters achten und darauf, dass es sauber und trocken bleibt. Körner- und Fettfutter aus dem Fachhandel kauft man am besten in Bioqualität. Sonnenblumenkerne mögen fast alle Arten“, erklärt Bosch. Der Frost kostet Meisen, Finken und Amseln viel Energie. Die liefern mit Fett gemischte Körner, wie sie Meisenknödel bieten, besonders gut. „Bitte nicht in Netzen, sondern in extra Futtersilos anbieten, darin können sich die Vögel nicht verheddern. Die Knödel lassen sich auch leicht aus Körnermischungen und Rindertalg oder Kokosfett selbst herstellen“, so Bosch.
Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion. Die Zählung liefert wertvolle Daten, um die Trends bei der Bestandentwicklung der Arten im Siedlungsraum zu verfolgen. Im vergangenen Jahr haben bundesweit rund 122.000 Menschen mitgezählt, davon mehr als 14.000 in Baden-Württemberg. Wer mitmachen will, beobachtet eine Stunde lang die Vögel vor dem Fenster, im Garten oder im Park und meldet die Ergebnisse dem NABU. Von jeder Art wird die höchste Anzahl Vögel notiert, die während der Stunde gleichzeitig gesichtet wurde. Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de und mit der App „NABU Vogelwelt“ bis zum 19. Januar gemeldet werden.