Karlsruhe (pm/dk) – Eine Zugfahrt von Basel nach Karlsruhe hat für zwei Männer weitreichende Folgen. Bei einer Kontrolle durch die Bundespolizei kamen am Dienstagabend gleich mehrere Straftaten ans Licht.
Die beiden 16 und 26 Jahre alten Männer waren am Dienstag, 13. Januar, gegen 18:40 Uhr mit dem ICE 70 von Basel Badischer Bahnhof nach Karlsruhe unterwegs – ohne gültige Fahrkarte. Beide sind tunesische Staatsangehörige.
Bei der Ankunft am Karlsruher Hauptbahnhof öffneten die beiden gemeinsam eine noch verschlossene Zugtür, indem sie die Scheibe der Notschalteeinrichtung einschlugen und diese betätigten. Bereits alarmierte Beamte der Bundespolizei stellten die Tatverdächtigen anschließend am Bahnsteig 3/4.
Der 26-Jährige hatte einen Hundewelpen bei sich. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass das Tier nicht hätte nach Deutschland eingeführt werden dürfen. Zum Schutz des Welpen wurde dieser sichergestellt und an die Tierrettung übergeben.
Der 16-Jährige verweigerte während der polizeilichen Maßnahmen mehrfach den Anweisungen der Beamten und versuchte zu flüchten. Die Bundespolizisten brachten ihn daraufhin zu Boden und legten ihm Handfesseln an. Zudem soll er die Einsatzkräfte mehrfach verbal beleidigt haben.
Bei der Durchsuchung der beiden Männer fanden die Beamten unerlaubte Betäubungsmittel, die sichergestellt wurden. Weitere Ermittlungen ergaben außerdem, dass sich beide derzeit unerlaubt in Deutschland aufhalten.
Auf die beiden Tatverdächtigen kommen nun mehrere Strafanzeigen zu, unter anderem wegen:
Gegen den 16-Jährigen wird außerdem wegen Beleidigung ermittelt.