Freudenstadt (dk) – Freudenstadts Oberbürgermeister Adrian Sonder hat ein Buch geschrieben – sehr persönlich, bewusst leise und mit einer klaren Botschaft: Zuversicht. In seinem Werk versammelt er 100 kurze Gedankenanstöße, die Leserinnen und Leser in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen begleiten sollen.
Der Ursprung des Buches liegt viele Jahre zurück. Angefangen hat alles nicht mit dem Plan, Autor zu werden, sondern mit einem privaten Schicksalsschlag.
„Also ich habe dieses Schreiben begonnen vor 14 Jahren und der Ursprung oder der Ausgangspunkt […] war ein Todesfall in der Familie. Und dann habe ich damit angefangen, Gedanken aufzuschreiben“, so Sonder. Erst viel später sei die Idee entstanden, aus diesen Notizen ein Buch zu machen.
Ein zentrales Thema zieht sich durch alle Texte: Dankbarkeit.
„Also Gedanken, die mich stark immer wieder geprägt haben, ist zum einen das Thema Dankbarkeit. Das ist ein Gedanke, der sich durch das Buch durchzieht“, sagt der Oberbürgermeister.
Das Buch erzählt dabei keine durchgehende Geschichte. „Es ist jetzt kein geschlossenes Narrativ, dieses Buch, sondern es sind eher Fragmente aus meinem Leben“, beschreibt Sonder selbst.
Die kurzen Texte richten sich bewusst an ein breites Publikum.
„Ich glaube, es ist ein Buch für ganz verschiedene Zielgruppen“, sagt Sonder und schildert eine Rückmeldung aus seinem Umfeld:
„…dass das Buch verschenkt wurde an eine Person, die leider überraschend über Weihnachten ins Krankenhaus musste […] und in dieser Situation zum Beispiel das Buch mit den Gedanken sehr geholfen hat.“
Die Veröffentlichung selbst sei für ihn eine große Überwindung gewesen. „Ich glaube, der wichtigste Schritt war einfach der Schritt, die Entscheidung überhaupt das Buch zu veröffentlichen. Ich glaube, das hat viel Mut gefordert“, so Sonder.
In Freudenstadt sei die Resonanz überwiegend positiv gewesen. „Die meisten Freudenstädterinnen und Freudenstädter haben sehr positiv darauf reagiert. Sie waren, glaube ich, vor allem neugierig“, berichtet er.
Der Verkaufserlös des Buches wird vollständig gespendet. „Also der Erlös des Buchverkaufs geht an die Frauenhilfe Freudenstadt […] und mir war es einfach ein Anliegen, diese wichtige Arbeit zu unterstützen“, erklärt Sonder.
„Also ein zweiter Teil ist nicht geplant. Ich plane jetzt auch im Moment keine Zukunft als Autor“, stellt Sonder klar. Das Buch sei ein einmaliges Herzensprojekt gewesen – und sehr persönlich.Was ihm besonders wichtig ist: „Mein Wunsch wäre, dass die Leserinnen und Leser positive Impulse und wenn es auch nur ein positiver Impuls ist, aus diesem Buch mitnehmen können für ihr eigenes Leben.“