Rastatt/Gaggenau (pm/tk) – Es gibt Proteste bei Daimler Truck in Gaggenau und Mercedes-Benz in Rastatt – die IG Metall fordert Investitionen, Zukunftsprodukte und sichere Arbeitsplätze. Bundesweit sind am Montag insgesamt weit über 200 Aktionen im Bereich von rund 80 IG Metall Geschäftsstellen geplant.
Unter dem Motto „Zukunft statt Kahlschlag – Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke” werden deutschlandweit über Hunderttausend Beschäftigte von Autoherstellern und Zulieferern ein Protestzeichen setzen für die Zukunft der Automobilindustrie in Deutschland.
Bundesweit sind am Montag insgesamt weit über 200 Aktionen im Bereich von rund 80 IG Metall Geschäftsstellen geplant – teils auf dem Betriebsgelände, teils vor den Werkstoren. Die Beschäftigten kritisieren damit die aus ihrer Sicht falschen Krisenkonzepte der Unternehmen und fordern stattdessen Investitionen.
Der Aktionstag findet am Montag, 21. September, statt. Auch die IG Metall Gaggenau beteiligt sich an den Protesten. Bei Daimler Truck Gaggenau sind die Beschäftigten um 11.00 Uhr an Tor 1 zu einer betrieblichen Aktion aufgerufen.
Eine weitere Aktion findet um 13.30 Uhr am Tor 6 des Mercedes-Benz Werks Rastatt statt. Dort werden mehr als 2.000 Beschäftigte aus den Werken Rastatt und Kuppenheim erwartet.
Die Botschaft der Beschäftigten ist klar: Zukunftsprodukte für unsere Werke – Investitionen in Standorte statt kurzfristiger Renditeorientierung – Industrielle Wertschöpfung und gute Arbeit in Deutschland sichern – Transformation aktiv gestalten statt Arbeitsplätze abbauen.
Bodo Seiler, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Gaggenau, erklärt: „Die Automobilindustrie steht vor großen Herausforderungen. Die Antwort darauf darf aber nicht Verlagerung, Personalabbau oder Kahlschlag sein. Unsere Region lebt von einer starken Industrie. Tausende Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt an den Standorten in Rastatt und Gaggenau.“