Baden-Württemberg (dpa/dk) – Zu schnell unterwegs – und das oft deutlich. Bei der europaweiten „Speed-Week“ hat die Polizei in Baden-Württemberg mehr als 58.000 Verstöße registriert. Für 729 Menschen in Baden-Württemberg droht nun ein Fahrverbot. Sie waren während der Kontrollen so schnell unterwegs, dass diese Strafe infrage kommt.
Eine Woche lang hat die Polizei im Südwesten verstärkt die Geschwindigkeit kontrolliert. Bis zum vergangenen Sonntag wurden dabei mehr als 58.000 Verstöße festgestellt.
Allein am Schwerpunkttag, dem Mittwoch, zählte das Innenministerium mehr als 14.800 Fälle. In fast 9.800 Fällen lag die Geschwindigkeit mehr als 21 Kilometer pro Stunde über dem erlaubten Limit.
Für 729 Menschen in Baden-Württemberg droht nun ein Fahrverbot. Sie waren während der Kontrollen so schnell unterwegs, dass diese Strafe infrage kommt.
Ein besonders auffälliger Fall: Auf der A8 in Richtung Pforzheim wurde ein Autofahrer mit 188 Stundenkilometern gemessen – erlaubt waren 120. Er war also 68 Kilometer pro Stunde zu schnell.
Innenminister Thomas Strobl betonte die Bedeutung der Kontrollen. „Tempolimits sind keine Gängelung, sondern dienen der Verkehrssicherheit“, sagte der CDU-Politiker.
Wer sich nicht daran halte und zu schnell fahre, setze sich und andere einem vermeidbaren Risiko aus, das im schlimmsten Fall tödlich enden könne.
Während der „Speed-Week“ wurde in ganz Baden-Württemberg kontrolliert – sowohl durch Polizisten als auch durch Messanlagen.
Nach Angaben des Innenministeriums achtet die Polizei beim sogenannten Blitzermarathon besonders auf Bereiche vor Schulen, Kitas und Altenheimen. Dort sollen Autofahrer gestoppt werden, die zu schnell unterwegs sind.
Die Bußgelder aus den Verstößen fließen in den Haushalt der jeweiligen Kommune.
Die Aktionswoche fand bundesweit statt – mit Ausnahme des Saarlands. In Baden-Württemberg liefen die verstärkten Kontrollen bis zum vergangenen Sonntag.