Baden-Württemberg (dpa/tk) – Während im Schwarzwald ein Wolf erschossen werden soll, stirbt im Rhein-Neckar-Kreis eines der seltenen Tiere im Straßenverkehr.
Bei Walldorf ist ein Wolf überfahren worden. Nach einem Auto-Unfall sei ein totes Tier gemeldet worden, teilte die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Baden-Württemberg mit. Der Kadaver sei von der Polizei sichergestellt worden. «Aufgrund der vorliegenden Informationen kann die FVA bereits einen Wolf bestätigen», hieß es weiter. Genetische Proben des toten Tieres würden am Senckenberg Zentrum für Wildtiergenetik in Frankfurt am Main untersucht.
Zwei der «Stammgäste» sind im Nordschwarzwald zu Hause, der eine im Murg- und Enztal, der andere rund um die Hornisgrinde. Im Südschwarzwald, rund um den Schluchsee, lebt ein weiterer Wolf, während der jüngste sesshafte Wolf im Südwesten herumstreunt. Aus dem Rhein-Neckar-Kreis sind keine sesshaften Wölfe bekannt.
In den vergangenen rund zehn Jahren sind laut Umweltministerium fast 30 Wölfe in Baden-Württemberg nachgewiesen worden. Die meisten von ihnen blieben jedoch nur vorübergehend, waren auf «Durchreise» oder starben, wie nun auch in Walldorf bei Verkehrsunfällen. Sesshafte Rudel gibt es im Land derzeit nicht.