Windpark Bruchsal Nord nimmt Gestalt an - Vertrag unterzeichnet

14. August 2025 , 04:26 Uhr

Bruchsal (pm/tk) – Bruchsal will künftig sauberen Strom aus Windenergie haben. Vertreter der Stadtwerke und des Energiekonzerns EnBW haben eine Gesellschaft für den Windpark Bruchsal Nord gegründet.

Windpark auf dem Weg

Am 12. August trafen sich Harald Schmoch, Bereichsleiter Erneuerbare Energien der EnBW sowie Geschäftsführer der EnBW
Windkraftprojekte GmbH, und Sebastian Haag, Geschäftsführer der Stadtwerke Bruchsal GmbH (SWB), im Großen Sitzungssaal des Bruchsaler Rathauses zwecks Gründung der gemeinsamen Windkraft Bruchsal Nord GmbH & Co. KG, die den Windpark bauen und betreiben wird.

Vertrag unterzeichnet

Stadtwerke-Chef Haag betont: „Die Stadtwerke übernehmen Verantwortung für die Versorgungssicherheit der Bürgerinnen und Bürger vor Ort und setzen auf den Dreiklang aus dem Ausbau des Stromnetzes, dem Ausbau der Fernwärme basierend auf Geothermie und dem Aufbau von erneuerbaren Erzeugungskapazitäten.“

EnBW-Bereichsleiter Schmoch dankt und erläutert: „Die Sicherstellung einer nachhaltigen Energieversorgung als Kombination aus Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit hat bei der EnBW höchste Priorität. Bis 2030 planen wir deshalb, bis zu 50 Milliarden Euro in solch ein zukunftsfähiges Energiesystem zu investieren, rund 85 Prozent davon in Deutschland.“

Im Beisein von Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick unterzeichneten alle Beteiligten den Gesellschaftsvertrag und brachten so das Projekt endgültig auf den Weg. „Das ist ein weiterer, wichtiger Meilenstein, um die Energiewende erfolgreich umzusetzen.“, sagte Petzold-Schick.

Baubeginn 2027

Der Windpark Bruchsal Nord wird drei Windenergieanlagen (WEA) mit einer Leistung von jeweils 7 Megawatt umfassen. Die künftigen Betreiber rechnen mit einer Genehmigung des Windparks im Jahr 2026. Der Baustart ist für das Jahr 2027 geplant, die Inbetriebnahme im Jahr 2028 vorgesehen.

Die Flächen für den Windpark Bruchsal Nord wurden vom Land Baden-Württemberg als Vorranggebiet für Windenergieanlagen ausgewiesen. Dabei handelt es sich um Offenland, also um landwirtschaftlich genutzte Flächen. Die Windparkflächen sind hauptsächlich im Besitz von Privateigentümern, rund 20 Prozent der Flächen gehören der Stadt Bruchsal. Der künftige Standort des Windparks Bruchsal Nord befindet sich unweit des Eisenhuts, dem höchsten Punkt Bruchsals, einem Aussichtspunkt nahe dem Rohrbacher Hof.

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