Bühl (pm/tk) – Hitzewellen, Naturkatastrophen oder Pandemien können den Alltag von Menschen erheblich verändern – und sich dabei nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die mentale und soziale Gesundheit auswirken. Wie Menschen solche Krisen erleben, was sie dabei belastet und was ihnen hilft, damit umzugehen, soll die „Puls“-Studie herausfinden. Auch Bühl ist Teil des baden-württembergischen Forschungsprojekts.
„Puls“ ist eine Pilotstudie des Zentrums für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Erstmals soll dabei in Echtzeit erfasst werden, wie sich Krisensituationen auf Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen auswirken und welche Unterstützung sie benötigen. Ziel ist es, die Erfahrungen und Bedürfnisse der Bevölkerung besser zu verstehen und damit künftig gezielter auf Krisen reagieren und frühzeitig vorbeugen zu können.
Bühl gehört zu 45 zufällig ausgewählten Kommunen in Baden-Württemberg, die für die Studie ausgewählt wurden. Grundlage ist eine Zufallsstichprobe aus den insgesamt 1.101 Städten und Gemeinden des Landes. Die Beteiligung Bühls ermöglicht es damit, auch die Erfahrungen und Bedürfnisse der Menschen vor Ort in die Untersuchung einfließen zu lassen.
Die Teilnahme an der Studie erfolgt digital über die „D4L Collect“-App. Bei akuten Krisenereignissen erhalten die Teilnehmenden kurzfristig Fragebögen auf ihr Smartphone. Zusätzlich sind über einen Zeitraum von zwei Jahren vierteljährliche Befragungen vorgesehen. So können sowohl unmittelbare als auch längerfristige Auswirkungen erfasst werden.
Wer mehr über „Puls“ und die Möglichkeit zur Teilnahme erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Studienhomepage unter www.umm.uni-heidelberg.de/puls-studie. Flyer zur Studie liegen zudem im Bürgerbüro im Rathaus II, Hauptstraße 41, und im Kinder- und Familienzentrum Mehrgenerationenhaus (Kifaz), Luisenstraße 2, aus.