Düsseldorf (pm/tk) – Gehalt ist ein Thema, über das viele nur ungern sprechen – dabei betrifft es jeden von uns. Das Jobportal
Stepstone hat über 1,3 Millionen Datensätze ausgewertet und zeigt im neuen Gehaltsreport 2026, wie sich Einkommen, Branchen und Zufriedenheit in Deutschland entwickeln.
Die Auswertung gehört sie zu den umfangreichsten Analysen Deutschlands. „Wir haben die Angaben nach Alter, Branche,
Abschluss, Region und vielen weiteren Faktoren ausgewertet und neu ist in diesem Jahr die besonders detaillierte Unterteilung in 27 Berufsgruppen. Und das gibt uns ein sehr präzises Bild davon, was Menschen wirklich verdienen und wo Gehälter steigen oder stagnieren.“. sagt Anna Wittich von Stepstone.
„Wir sehen, dass Beschäftigte ihren Marktwert zunehmend realistisch einschätzen. Die Gehaltszufriedenheit ist seit drei Jahren kontinuierlich gestiegen und inzwischen sind 36 Prozent der Beschäftigten zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Das zeigt, dass faire und nachvollziehbare Löhne wichtiger werden. Und dazu gibt es in 2026 neue gesetzliche Vorgaben zur Gehaltstransparenz.“
Das Bruttomedian-Gehalt in Deutschland liegt aktuell bei 53.900 Euro. Westdeutsche Bundesländer erreichen im Schnitt 56.250 Euro und ostdeutsche rund 48.750 Euro. In Großstädten wie München, Frankfurt oder Hamburg liegen die Werte mit über 60.000 Euro deutlich höher. Dazu Anna Wittich: „Am unteren Ende bewegen sich Berufe in Gastronomie, Handwerk oder Touristik und Spitzenwerte sehen wir bei Banken, Versicherungen oder in der Pharmaindustrie. Das zeigt, wie stark Branche und Standort das Einkommen prägen. Wichtig ist zu sagen, sämtliche Auswertungen basieren auf erhobenen Gehaltsinformationen von Vollzeitbeschäftigten.“
In Baden-Württemberg liegt das Mediangehalt bei rund 58.500 Euro. Besonders stark sind hier die Branchen Maschinenbau, Automobil und IT.“
„Bildungsniveau, Erfahrung und Verantwortung machen den Unterschied.“, sagt Anna Wittich vom Jobportal Stepstone. Beschäftigte mit Hochschulabschluss verdienen im Schnitt rund 68.250 Euro, ohne Abschluss etwa 51.200. Wer Personalverantwortung trägt, liegt bei 62.000 Euro, ohne sind es rund 51.300 Euro. Mit mehr Berufserfahrung
steigt das Gehalt stetig an. Und auch die Unternehmensgrüße spielt eine Rolle. Je größer das Unternehmen, desto höher meist das Einkommen.
„Vorbereitung ist entscheidend: Leistungserfolge dokumentieren, Marktwert recherchieren und die eigene Position realistisch einschätzen. Gehaltsgespräche wirken am besten, wenn sie strategisch platziert sind, also etwa nach erfolgreichen Projekten oder in stabilen Unternehmensphasen. Wichtig bleibt auch die Kommunikation. Wer respektvoll, klar und mit guten Argumenten auftritt, erhöht seine Chancen deutlich.“