Baden-Württemberg (dpa/dk) – Trotz Husten, Schnupfen und Heiserkeit: In Baden-Württemberg bleiben die Menschen seltener krank zu Hause als anderswo. Auch eine kräftige Grippewelle zum Jahresbeginn konnte daran wenig ändern – das zeigt jetzt eine aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit.
Im ersten Quartal 2025 waren in Baden-Württemberg täglich durchschnittlich 50 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag der Wert noch bei 52 Krankmeldungen pro 1.000 Beschäftigte. Das geht aus der aktuellen Krankenstands-Analyse der DAK-Gesundheit hervor. Für die Auswertung wurden Daten von rund 244.000 Versicherten im Land ausgewertet.
Damit verzeichnet Baden-Württemberg den bundesweit niedrigsten Krankenstand. Zum Vergleich: Der bundesweite Durchschnitt lag laut DAK im ersten Quartal bei 6,0 Prozent und damit leicht höher als noch 2024.
Am häufigsten fehlten Beschäftigte im Südwesten wegen Atemwegserkrankungen. Dazu zählen vor allem Bronchitis, Schnupfen und andere Infekte, die im ersten Quartal 141,2 Fehltage pro 100 Beschäftigte verursachten. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg um knapp 14 Prozent.
Trotz dieser Zunahme bei Erkältungskrankheiten gingen die Fehlzeiten in nahezu allen anderen Krankheitsbereichen leicht zurück.
Nach den Atemwegserkrankungen waren psychische Erkrankungen die zweithäufigste Ursache für Krankschreibungen in Baden-Württemberg. Auf dem dritten Platz folgten Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenprobleme.
Für die DAK-Gesundheit ist der Rückgang des Krankenstands eine erfreuliche Entwicklung.
Siegfried Euerle, Landeschef der DAK in Baden-Württemberg, erklärt:
„Angesichts der anhaltenden Wirtschaftsschwäche in Deutschland kommt den Fehlzeiten der Beschäftigten auch hierzulande eine besondere Bedeutung zu.“