Baden-Württemberg (pm/dk) – In Baden-Württemberg kommen immer weniger Kinder zur Welt. 2024 wurden rund 97.500 Babys geboren, etwa 900 weniger als im Jahr zuvor. Die Geburtenrate lag im Südwesten bei 1,39 Kindern pro Frau – und damit leicht unter dem Vorjahreswert.
Um die Elterngeneration zahlenmäßig zu ersetzen, wären 2,1 Kinder pro Frau nötig. Diesen Wert erreichte Baden-Württemberg zuletzt 1970. Seitdem sinkt die Zahl der Geburten kontinuierlich. 2024 war bereits das zweite Jahr in Folge, in dem die Zahl der Neugeborenen unter 100.000 lag.
Auffällig bleibt das Stadt-Land-Gefälle: Während im Landkreis Tuttlingen die Geburtenziffer mit 1,72 am höchsten war, folgten die Landkreise Rottweil und Calw mit jeweils 1,65. Deutlich niedriger liegen die Werte in den Stadtkreisen Freiburg (1,10), Karlsruhe (1,08) und Heidelberg (0,99).
Nach Angaben der Statistiker leben gerade in Hochschulstädten wie Heidelberg oder Freiburg viele junge Frauen, die sich zunächst auf Studium und Beruf konzentrieren – und die Familiengründung auf später verschieben. Auf dem Land hingegen seien traditionellere Familienstrukturen und frühere Geburten häufiger.