Was tun, wenn Kopfläuse in der Schule umgehen?

16. August 2023 , 16:17 Uhr

(Partner) Wenn es am Kopf juckt und kribbelt, besteht der Verdacht auf einen Befall durch Kopfläuse. Vor allem bei Kindern, die Schule oder Kita besuchen, ist das keine Seltenheit. In der Tat lieben Läuse engen Körperkontakt. Wie groß das Risiko für eine Ansteckung ist und ob es eine Meldepflicht für Kopfläuse gibt, erfahren Sie hier.

Läuse-Alarm: Wie hoch ist die Gefahr der Ansteckung?

Kopfläuse treten insbesondere bei Kindern zwischen drei und zwölf Jahren auf. Die Parasiten machen es sich also gern dann auf dem Kopf gemütlich, wenn Ihre Kleinen beginnen, sich in Gemeinschaftseinrichtungen aufzuhalten. Dort befinden sich die Kinder auf engstem Raum – sei es während des Unterrichts im Klassenzimmer oder beim gemeinsamen Spielen und Toben auf dem Pausenhof. Weil Läuse beinahe immer durch direkten Körperkontakt übertragen werden, ist die Gefahr der Ansteckung in der Schule oder Kita sehr hoch.1
Kommt es zu einem Befall durch Läuse, ist es wichtig, umgehend zu handeln. Dabei sollten Sie wissen, dass Kopfläuse nicht von Mensch zu Mensch springen, sondern ausschließlich krabbeln können.

Läuse in der Schule: Übertragungswege

Wenn Läuse also lediglich krabbeln – und weder springen noch fliegen –, dann besteht die Gefahr der Ansteckung nur, wenn die Haare einer betroffenen Person engen Kontakt zu anderen Köpfen haben. Hieraus lässt sich schon eine erste Handlungsempfehlung schließen: Ist bekannt, dass in der Schule oder Kita Kopfläuse vorkommen, dann sollten die Kinder vor allem Abstand zueinander halten, um die weitere Ausbreitung zu verhindern.
Dabei ist es wichtig, den folgenden Punkt zu verinnerlichen: Ob in der Schule oder anderswo – Läuse fühlen sich nur im menschlichen Haar wohl: Denn sie benötigen alle zwei bis vier Stunden das menschliche Blut zum Überleben.1 Ohne regelmäßige Mahlzeiten trocknen die Parasiten schnell aus. Auch fallen sie nicht einfach aus dem Haar heraus, weil sie in der Lage sind, sich gut zu verankern und festzuhalten. Anders als häufig angenommen, ist es daher äußerst unwahrscheinlich, dass die Läuse es sich auf Tieren, Kleidung oder Gegenständen gemütlich machen.
Aufgepasst: Gerade in der Schule oder Kita kommt es vor, dass die Kinder Mützen oder Schals tauschen. Befinden sich darin Läuse, könnten sie auf diese Weise den Wirt unbeschadet wechseln. Die Ansteckung mit Kopfläusen könnte also zumindest in der Theorie über Kleidungsstücke geschehen, die Kontakt zu den Haaren von zwei unterschiedlichen Personen haben. Ein ähnliches Szenario ist vorstellbar, wenn sich mehrere Kinder Haarbürsten oder Haarschmuck teilen.

Läuse in der Schule – welches Verhalten ist richtig?

In der Schule gibt es einen oder mehrere Fälle mit Kopfläusen. Welches Vorgehen ist nun korrekt? Wer muss wie handeln? Entdecken Sie schon Läuse auf dem Kopf Ihres Kindes oder lässt sich eine Ansteckung noch verhindern? Gibt es eine Meldepflicht beim Befall von Kopfläusen? Solche und ähnliche Fragen stellen sich Eltern oftmals erst dann, wenn die Situation bereits da ist.
Ihr Kind klagt über Juckreiz sowie ein kribbelndes Gefühl an der Kopfhaut oder selten auch an anderen behaarten Stellen des Körpers? Dann machen Sie sich auf die Suche und inspizieren Sie den Kopf sorgfältig. Erwachsene Kopfläuse sind etwa zwei bis drei Millimeter groß und bräunlich gefärbt, ihre Eier sind hingegen heller und werden daher oftmals mit Schuppen verwechselt.1
Finden Sie Läuse, dann geben Sie in der Schule sowie sonstigen Kontaktpersonen Bescheid. Für die jeweiligen Einrichtungsleitungen besteht eine Benachrichtigungspflicht beim Gesundheitsamt. Nur auf diese Weise lässt sich die Ausbreitung der Kopfläuse in der Einrichtung eindämmen. Eine direkte Meldepflicht im Sinne des Infektionsschutzgesetzes besteht jedoch nicht. Bis zum Abschluss der Erstbehandlung darf Ihr Kind nicht in die Schule gehen.

Läuse-Alarm: Ansteckung verhindern

Der Befall durch die lästigen Parasiten ist zwar an sich ungefährlich, weshalb es auch keine Meldepflicht gibt. Trotzdem ist es wichtig, Kopfläuse schnell zu behandeln, um ihre Ausbreitung einzudämmen. Ein Rezept für ein individuell geeignetes Mittel bekommen Sie problemlos beim Kinderarzt. Parallel dazu ist es ratsam, die Haare regelmäßig mit einem sogenannten Läuse- oder Nissenkamm auszukämmen, um wirklich alle Kopfläuse zu entfernen. Ist die initiale Behandlung erfolgreich abgeschlossen, darf Ihr Kind auch schon wieder in die Schule gehen.

 

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[1] „Kopfläuse“. gesundheitsinformation.de, https://www.gesundheitsinformation.de/kopflaeuse.html. Zugegriffen 10. August 2023.
[1] „Kopfläuse und ihre Übertragung“. Kindergesundheit-info.de, https://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/kopflaeuse/uebertragung/. Zugegriffen 11. August 2023.
[1] „Kopfläuse in Kita und Tagespflege“. Kindergesundheit-info.de, https://www.kindergesundheit-info.de/fachkraefte/kindergesundheit-in-der-kita/kranke-kinder-in-der-kita/kopflaeuse-kita/. Zugegriffen 11. August 2023.
[1] „RKI – RKI-Ratgeber – Kopflausbefall“. Rki.de, https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Kopflausbefall.html. Zugegriffen 11. August 2023.

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