Forbach (dpa/dk) – Der leere Stausee an der Schwarzenbach-Talsperre zieht offenbar viele Menschen an. Doch das Betreten ist verboten und gefährlich. Nachdem am Wochenende mehrere Personen gerettet werden mussten, verweist die EnBW auf bestehende Sicherheitsmaßnahmen.
An der Schwarzenbach-Talsperre bei Forbach im Kreis Rastatt ist der Stausee aktuell abgelassen. Grund sind Sanierungsarbeiten. Am Wochenende mussten Rettungskräfte mehrere Menschen aus dem leeren See holen.
Nach Angaben der Feuerwehr wurden mittlerweile drei Personen aus dem Bereich gerettet.
Am Sonntag war laut Bergwacht eine Frau im inneren Bereich des Stausees unterwegs. Dort stürzte sie an einem stark abschüssigen Ufer und rutschte einen Hang hinab.
Nur wenige Stunden später mussten Bergwacht und Feuerwehr erneut ausrücken. Ein Mann hatte sich im mittleren Bereich des Stausees so schwer verletzt, dass er nicht mehr selbstständig gehen konnte.
Der zuständige Energieversorger EnBW weist nach den Vorfällen auf zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen hin. Eine Sprecherin teilte mit, es gebe unter anderem „über 100 gut sichtbare Hinweisschilder sowie klare Absperrungen an den Zuwegen“.
Außerdem werde die Anlage regelmäßig von Mitarbeitern kontrolliert. Das Betreten des Seeufers ist verboten.
Auch die Feuerwehr warnt deutlich davor, den Bereich zu betreten. Der tiefste Teil des Sees sei ein Moor und Sumpfgebiet. Gerade bei gutem Wetter liefen laut Feuerwehr viele Menschen in den abgelassenen See hinein.
Der leere Stausee sei eine Touristenattraktion, die Menschen aus der Region anziehe.
Die EnBW hatte bereits erklärt: „Eine vollständige Absperrung des gesamten Uferbereichs ist weder praktikabel noch vorgesehen.“
Der See wurde abgelassen, damit unter anderem an der Staumauer gearbeitet werden kann. Die Arbeiten sollen bis Oktober laufen.