Karlsruhe/Baden-Baden (dpa/dk) – Fahrgäste in Baden-Württemberg müssen sich in den kommenden Wochen auf mögliche Einschränkungen einstellen. Im kommunalen Nahverkehr drohen Warnstreiks, die auch in Karlsruhe und Baden-Baden spürbare Auswirkungen haben könnten.
Nach Informationen aus mit der Sache vertrauten Kreisen in Berlin und Stuttgart denkt die Gewerkschaft Verdi über Warnstreiks vor der zweiten Tarifrunde nach. Die Friedenspflicht ist bereits zum 1. Januar ausgelaufen, damit sind Arbeitsniederlegungen grundsätzlich möglich.
In früheren Tarifrunden hatten Warnstreiks den kommunalen Nahverkehr in vielen Bundesländern immer wieder über mehrere Tage lahmgelegt.
Sollte es zu Warnstreiks kommen, könnten Busse und Bahnen in mehreren Städten Baden-Württembergs stillstehen. Neben Karlsruhe und Baden-Baden wären auch der Nahverkehr in Stuttgart, Heilbronn, Freiburg, Esslingen und Konstanz betroffen. Für viele Pendlerinnen und Pendler könnte das kurzfristig erhebliche Einschränkungen bedeuten.
Die zweite Tarifrunde ist für den 9. Februar geplant. Verdi verhandelt dabei für rund 6.700 Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr, auf Arbeitgeberseite sitzt der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) am Tisch.
Im aktuellen Tarifkonflikt geht es nicht um das reguläre Gehalt. Stattdessen wird der Manteltarifvertrag neu verhandelt, der die Arbeitsbedingungen regelt.
Verdi fordert unter anderem höhere Zuschläge für Überstunden, eine bessere Bezahlung von Nacht- und Wochenendarbeit sowie Zulagen entsprechend der jeweiligen Entgeltstufe.
Ob und wann es tatsächlich zu Warnstreiks kommt, ist derzeit noch offen.