Nur Wenige machen mit

Warnstreiks bei der AVG - Chaos ist ausgeblieben

14. Oktober 2024 , 04:29 Uhr

Karlsruhe (dpa/tk) – Stell dir vor, es ist Streik – aber keiner geht hin! So wie heute bei der AVG! Die Gewerkschaft ver.di hat zwar alle Mitarbeiter zum Warnstreik aufgerufen, aber das große Chaos im Stadtbahn-Verkehr ist ausgeblieben. Die AVG-Mitarbeiter ging lieber zur Arbeit, als auf die Barrikaden.

Kaum Streikbeteiligung

Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) kann fast ihr gesamtes Fahrtangebot auf den Stadtbahnlinien regulär fahren. Die Gewerkschaft ver.di hatte die Gesamtbelegschaft dazu aufgerufen, am heutigen Montag in den Ausstand zu treten. Offensichtlich sind sowohl im Bereich des Fahrerlagers als auch im Bereich der Stellwerke sowie der Leitstelle nur sehr wenige AVG-Mitarbeiter*innen diesem Aufruf der Gewerkschaft gefolgt.

Zuvo befürchtet worden, daß im gesamten KVV-Gebiet zu massiven Ausfälle und Beeinträchtigungen käme. ver.di hat auch bei der SWEG Bus GmbH in Wiesloch und Sinsheim zum Warnstreik aufgerufen.

Lohnverhandlungen werden fortgesetzt

In der Tarifrunde zum Eisenbahntarifvertrag (ETV) werden die Löhne und Gehälter für rund 5.500 Beschäftigte verhandelt. Die Gewerkschaft fordert ab diesem Oktober 350 Euro mehr Geld pro Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie einen Inflationsausgleich in Höhe von 1.300 Euro. Der Arbeitgeberverband (AGVDE) hatte vor Ende der Friedenspflicht eine Lohnerhöhung von 3 Prozent ab April 2025 angeboten und einen Inflationsausgleich von 600 Euro angeboten. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber sei «völlig unzureichend», sagte Zabel.

Die Verhandlungen werden in der zweiten Runde am 11. November fortgesetzt. Auch in anderen Bundesländern werden im Tarifkonflikt zum Eisenbahntarifvertrag (ETV) Warnstreiks im Nahverkehr erwartet. Zu den betroffenen Unternehmen gehören Omnibusbetriebe, Schienennahverkehr aber auch Güterbahnen.

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