Warnstreik bei Gebr. Saacke GmbH: Beschäftigte fordern Rückkehr zu Tarifvertrag

04. November 2026 , 10:30 Uhr

Pforzheim (pm/tk) – Die Beschäftigten der Gebr. Saacke GmbH haben ein Signal für tarifliche Sicherheit und eine verlässliche Zukunftsperspektive gesetzt. Die IG Metall hatte zum Warnstreik aufgerufen, nachdem die Verhandlungen über den Abschluss eines Anerkennungstarifvertrages ohne Ergebnis geblieben waren.

Unternehmen verlässt Arbeitgeberverband

Hintergrund des Konflikts ist der Austritt des Unternehmens aus dem Arbeitgeberverband zum Jahreswechsel. Damit gelten die Tarifabschlüsse der Metall- und Elektroindustrie für die Beschäftigten künftig nicht mehr automatisch. Aus Sicht der IG Metall gefährdet dies langfristig die tarifliche Sicherheit und schafft erhebliche Unsicherheit für die Belegschaft.

IG Metall fordert Tarifbindung

Bereits im Sommer hatte die Gewerkschaft das Unternehmen aufgefordert, Verhandlungen über einen Anerkennungstarifvertrag aufzunehmen. „Wir sind in diese Verhandlungen nicht gegangen, um einen Konflikt zu provozieren. Unser Ziel war von Anfang an, eine faire und tragfähige Lösung am Verhandlungstisch zu erreichen.“, erklärte Martina Walter, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Pforzheim. Die Gewerkschaft kritisiert, dass ihre Vorschläge für einen gemeinsamen Zukunftsprozess nicht aufgegriffen wurden.

Unterstützung erhielt die Belegschaft von Solidaritätsredner Alexander Kröner, Betriebsratsvorsitzender der G. Rau GmbH & Co. KG. Kröner berichtete von den Erfahrungen seines Unternehmens nach dem Austritt aus dem Arbeitgeberverband und schilderte, wie es den Beschäftigten gemeinsam mit der IG Metall gelungen sei, einen Anerkennungstarifvertrag durchzusetzen.

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