Mannheim (er24/tk) – Peitschender Wind treibt die Flammen über 30 Hektar Feld- und Grünfläche. Zwei Feuerwehrleute werden leicht verletzt und ein Sommerfest muss evakuiert werden.
Ein verheerender Vegetationsbrand im Mannheimer Industriehafen auf der Friesenheimer Insel hat am Sonntagnachmittag zu einem länderübergreifenden Großeinsatz der Feuerwehr geführt. Gegen 15:00 Uhr brach das Feuer aus bislang unbekannter Ursache aus und breitete sich bei peitschendem Wind rasch quer durch das Areal aus.
Bislang brannten rund 30 Hektar Feld-, Grün- und Waldflächen sowie ein Kompostierbereich ab.
In der Spitze kämpften bis zu 200 Einsatzkräfte aus Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz – darunter Einheiten aus dem Rhein-Neckar-Kreis, dem Kreis Bergstraße sowie die BASF-Werksfeuerwehr – gegen die Flammen. Ein Übergreifen auf angrenzende Industrieanlagen verhinderten die Helfer.
Die Brandbekämpfung gestaltete sich wegen des unwegsamen Geländes und der Hitzebelastung extrem aufwendig; unter anderem kam ein Radlader zum Einsatz, um brennende Komposthaufen auseinanderzuziehen.
Zwei Feuerwehrleute erlitten leichte Verletzungen.
Wegen der starken Rauchentwicklung sperrten die Behörden die Zufahrtsstraßen zum Industriehafen und forderten Anwohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Ein Sommerfest im angrenzenden Tierheim wurde vorsorglich abgebrochen; rund 150 Besucher verließen das Gelände unter Polizeibegleitung. Für die Tiere bestand keine Gefahr.
Die Nachlöscharbeiten an hartnäckigen Glutnestern dauern voraussichtlich bis mindestens Montagfrüh an.