Nach Angaben des Deutschen Jagdverbands (DJV) besitzen 51.388 Menschen im Südwesten eine Erlaubnis zum Jagen (Stand 26.11.2024), das sind fast 2.300 mehr als im Jahr zuvor.
Es gebe viele Gründe, warum immer mehr Menschen die Jägerprüfung ablegten, sagte Julia Döttling vom baden-württembergischen DJV. «Naturerlebnis, Naturschutz sowie der Wunsch, sich selbst mit Wildbret zu versorgen, stehen dabei häufig im Vordergrund.»
Auch deutschlandweit erfreut sich die Jägerschaft eines wachsenden Zulaufs. Laut DJV haben so viele Menschen einen Jagdschein wie noch nie. 460.711 Jägerinnen und Jäger seien hierzulande aktiv – ein neuer Rekord, wie der Jagdverband anlässlich der Publikumsmesse «Jagd und Hund» mitteilte.
Der Anteil der Jägerinnen liegt weiter bei rund 11 Prozent. Statistisch gesehen kommen inzwischen 5,5 Jägerinnen und Jäger auf 1.000 Einwohner.
Die höchste Jägerdichte findet sich in Mecklenburg-Vorpommern: Hier kommen 10 Jäger auf 1.000 Einwohner. Baden-Württemberg liegt mit 5 Jägern pro 1.000 Einwohner auf einem der hinteren Plätze.
Für einen Jagdschein muss eine staatliche Prüfung bestanden werden. Darin geht es dem Jagdverband zufolge zum Beispiel um Artenschutz, Prävention von Tierseuchen und Wildschäden sowie Hilfe bei Wildunfällen.