Karlsruhe (pm/dk) – Wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg will der CSD Karlsruhe ein Zeichen setzen. Unter dem Motto „Wähl Liebe“ ruft der Verein am Samstag, 28. Februar 2026, zu einer Demonstration durch die Karlsruher Innenstadt auf.
Los geht es um 11:55 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Marktplatz in Karlsruhe. Anschließend zieht die Demonstration durch die Innenstadt.
Der CSD Karlsruhe e.V. positioniert sich nach eigenen Angaben klar für queere Gleichberechtigung und gegen Rechtsextremismus. Ziel sei es, Wählerinnen und Wähler dafür zu sensibilisieren, dass Landespolitik Einfluss auf die Lebensrealität queerer Menschen habe – etwa in den Bereichen Bildung, Sicherheit, Gesundheit, Kultur und bei der Förderung queerer Strukturen.
Begleitend zur Demonstration hat der Verein ein Positionspapier mit Forderungen an die Landespolitik formuliert. Darin fordert der CSD Karlsruhe unter anderem:
den Ausbau wirksamer Schutzmechanismen vor Diskriminierung, insbesondere durch staatliche Stellen
eine verbindlich queerfreundliche Bildungspolitik, die sexuelle und geschlechtliche Vielfalt konsequent in Schulen verankert
eine queersensible Gesundheitsversorgung mit verbessertem Zugang zu psychosozialer und psychotherapeutischer Unterstützung
besseren Schutz queerer Menschen vor Hasskriminalität sowie mehr Sensibilisierung bei Polizei und Justiz
eine langfristige finanzielle Absicherung queerer Projekte, Beratungsstellen, Kulturangebote und Räume im gesamten Land
Eine weitere Forderung an die neue Landesregierung sei es, sich auf Bundesebene für die Prüfung eines AfD-Verbots stark zu machen.
Mit dem Positionspapier richtet sich der Verein gezielt an die demokratischen Parteien im Landtag. Queere Rechte seien „kein Randthema, sondern ein zentraler Bestandteil von Demokratie, Menschenrechten und Zusammenhalt im Land“.
„Queere Menschen erleben aktuell sehr konkret, was es bedeutet, wenn rechtsextreme Parteien wie die sogenannte „Alternative für Deutschland“ gesellschaftliche Debatten verschieben. Unsere Existenz wird infrage gestellt, Schutzmechanismen werden delegitimiert, Vielfalt wird zum Feindbild erklärt. Dem stellen wir uns entschieden entgegen. Wir erwarten von der Landespolitik in Baden-Württemberg eine klare Haltung: Demokratie heißt auch, rechtsextremer Politik entschieden Grenzen zu setzen und queere Menschen zu schützen“, so Karsten Kremer, Vorsitzender des CSD Karlsruhe e.V.