Vorsicht Autofahrer - Gefahr durch Wildunfälle

31. März 2023 , 04:00 Uhr

Region (pol/tk/svs) – Mit Beginn der Sommerzeit ist für Autofahrer erhöhte Vorsicht angebracht. Denn mit der Zeitumstellung ist es morgens wieder plötzlich dunkel, während gerade im Frühjahr viele Wildtiere auf Wanderschaft gehen und gezwungenermaßen die vielen Autobahnen sowie Bundes- und Landestraßen kreuzen. Am häufigsten kommt es zum Zusammenstoß mit Rehwild, gleich danach folgen Wildschweine. Vereinzelt sind es auch Hasen, Füchse und andere Waldbewohner, mit denen Autofahrer ein unschönes Zusammentreffen haben. Für Autofahrer gilt: Gerade auf Landstraßen Fuß vom Gas und bremsbereit sein. Und sollte es doch zum Wildunfall kommen – Warnblinker an, Unfallstelle sichern und – ganz wichtig! – die Polizei informieren!

Risiko eines Wildunfalls nimmt zu

Zwar sind gefährdete Strecken zumeist durch das Warnschild ‚Wildwechsel‘ gekennzeichnet, das heißt aber nicht, dass die übrigen Straßen frei von dieser Gefahr sind. Da Wildtiere jederzeit auf der Straße auftauchen können, sollte bei Autofahrern jetzt wieder besondere Vorsicht gelten. Deshalb gilt ganz besonders im Wald und an unübersichtlichen Stellen auf offenem Feld: Fuß vom Gas, aufmerksam und bremsbereit sein und besonders auf die Fahrbahnränder achten. Wenn ein Wildtier auf der Fahrbahn steht: Bremsen, Hupen und Abblenden – keine riskanten Ausweichmanöver in den Gegenverkehr oder den Straßengraben riskieren. Dies hat meist gravierende Schäden oder gar Verletzungen zur Folge.

Wenn es doch zum Unfall kommt?

Anhalten und unbedingt die Unfallstelle absichern! Dazu verpflichtet § 34 der Straßenverkehrsordnung. Im Anschluss ist die Polizei über den Notruf 110 zu verständigen. Die Polizei informiert auch den Jagdausübungberechtigten, der für den Bereich der Unfallstelle zuständig ist – unabhängig davon, ob das Tier getötet oder verletzt wurde. Zu verletzten oder toten Tieren unbedingt Abstand halten. In beiden Fällen kann es ohne Vorwarnung zu unkontrollierbaren und verletzungsträchtigen Bewegungen kommen. Verletzte und tote Tiere werden vom Jäger versorgt. In keinem Fall solch ein Tier mitnehmen, das kann den Tatbestand der Jagdwilderei erfüllen.

Wildtier nicht liegen lassen

Ein Tier auf der Fahrbahn zurücklassen verbietet sich aus § 32 der Straßenverkehrsordnung. Das bedeutet, dass Fahrzeugführer nach Zusammenstößen mit Wild, das auf der Straße liegen bleibt, das Tier als `Gegenstand´ im Sinne des § 32 StVO unverzüglich von der Straße zu entfernen haben. Können sie dies nicht leisten, muss die Gefahrenstelle abgesichert und Hilfe, zum Beispiel durch die Polizei, gerufen werden. Kommt bei zurücklassen eines Tieres zu einem Folgeunfall, wie im oben geschilderten Fall, kann ein Strafverfahren drohen.

Anzeige
Wildunfälle

Das könnte Dich auch interessieren

21.07.2026 Neuer Baum für den Mount Klotz: DAS FEST startet Spendenaktion Karlsruhe (pm/dk) - Der Sturm hat eines der bekanntesten Wahrzeichen auf dem Mount Klotz zerstört. Nun soll dort ein neuer Großbaum gepflanzt werden. Mit der Initiative „DAS FEST BEWEGT.“ sammelt das Festivalteam Spenden – nicht nur für die Neupflanzung, sondern auch für soziale Projekte in Karlsruhe. 21.07.2026 Bier-Chaos auf A5 bei Offenburg Offenburg (er24/tk) - Alle Bierliebhaber müssen jetzt ganz stark sein. Am Montagabend gab es ein Bier-Chaos auf der A5 bei Offenburg: Zwei LKW sind seitlich zusammengeprallt. Einer hat beim Spurwechsel nicht aufgepasst und dem anderen Brummi die Plane vom Anhänger aufgerissen. Rund 80 Bierkästen sind daher auf die A5 gekracht. 20.07.2026 Attacke im Zug bei Ettlingen: Was die Ermittler noch klären müssen Ettlingen (dpa/er24/tk) - Nach der Attacke auf einen Bahnmitarbeiter, der bei Ettlingen-Bruchhausen aus einem fahrenden Regionalzug stürzte und lebensgefährlich verletzt wurde, stehen die Ermittler vor zahlreichen offenen Fragen. Der mutmaßliche Täter ist auf freiem Fuß, der Haftbefehl wurde vom Amtsgericht Karlsruhe abgelehnt. Ein Bahnvideo wirft weitere Zweifel auf. 17.07.2026 Ein Todesopfer durch schweres Unwetter in Karlsruhe - Schäden im gesamten Stadtgebiet Karlsruhe (er24/tk) - Bei dem heftigen Unwetter am Donnerstagabend ist es zu einem tragischen Unglück gekommen. In der Karlsruher Nordstadt wurde ein Radfahrer von einem Baum getroffen, der infolge des Sturms umstürzte. Auch sonst waren die Einsatzkräfte gefordert. Straßen wurden überschwemmt und in Neureut schlug der Blitz ein.