Karlsruhe (dpa/dk) – Für Christian Eichner geht es mit dem Karlsruher SC in die heiße Schlussphase der Saison – und das direkt bei einem Aufstiegskandidaten. Vor dem Auswärtsspiel am Freitagabend bei der SV Elversberg hat der scheidende KSC-Trainer betont, wie wichtig die letzten fünf Partien für ihn und seine Mannschaft sind.
Am Freitag um 18.30 Uhr ist der KSC bei der SV Elversberg gefordert. Für die Karlsruher ist das ein Spiel mit besonderer Brisanz, denn Elversberg gehört zu den Aufstiegskandidaten der 2. Bundesliga.
Eichner machte vor der Partie klar, dass er die letzten Wochen seiner Zeit in Karlsruhe nicht einfach auslaufen lassen will. „Wir sind nach wie vor so heiß, die letzten fünf Spiele maximal erfolgreich zu sein“, sagte der 43-Jährige.
Gerade die Schlussphase hat es für den KSC in sich: In vier der letzten fünf Spiele treffen die Karlsruher auf Mannschaften aus den Top Fünf der Liga. Damit kann der KSC mit seinen Ergebnissen noch Einfluss auf das Rennen um den Bundesliga-Aufstieg nehmen.
In der vergangenen Woche hatte der KSC bekanntgegeben, dass sich der Verein und Eichner nach der Saison trennen werden. Das gilt, obwohl sein Vertrag noch bis zum 30. Juni 2027 läuft.
Karlsruhes Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann hatte die Entscheidung damit begründet, auf der Trainerbank für „frische Impulse“ sorgen zu wollen.
Eichner selbst sprach nun mit Blick auf die letzten Spiele von einer „Abschiedstournee“ durch die Liga. Diese wolle er mit seiner Mannschaft „total“ genießen.
Nach der Bekanntgabe seines Abschieds habe er viele positive Rückmeldungen bekommen. Seit der Abschied feststehe, „vergeht kaum ein Tag, an dem mir Leute dann nicht ‚Danke‘ sagen. Welcher Cheftrainer darf das denn von sich behaupten, wenn er mal den Club wechseln muss“.
Auf eine Petition gegen seine Freistellung ging Eichner nicht ein. Bis Donnerstagmittag hatten diese mehr als 8.000 Menschen unterzeichnet.
Auch über seine Zukunft sprach Eichner vor dem Spiel in Elversberg. Nach seinem Abschied vom KSC könne er sich auch einen Job im Ausland vorstellen. „Ja, es wäre ja töricht, irgendetwas auszuschließen“, sagte er.
Gleichzeitig verwies er erneut auf seinen Wunsch, irgendwann in der Bundesliga zu arbeiten. Wörtlich sagte Eichner: „Dass es mein Wunsch war und mein Wunsch ist, irgendwann mal, bevor sie die Uhrzeiten auch noch verändern, um 15.30 Uhr zu beginnen, das habe ich ja öfters mal gesagt. Aber auch das kommt oder kommt nicht. Da bin ich total entspannt nach all den Jahren“.
Zuletzt hatte Eichner bereits einen Kontakt zu Union Berlin dementiert und erklärt, dass er sich zur neuen Saison „nahezu alles vorstellen“ könne.
Eichner trainiert die KSC-Profis seit Februar 2020. Zuvor war er auch selbst Spieler der Karlsruher.
Bevor es um seine Zukunft geht, steht jetzt aber erst einmal das Auswärtsspiel in Elversberg an. Und dort will der KSC offenbar zeigen, dass die Saison für ihn noch längst nicht beendet ist.