Vor Elversberg-Spiel: Eichner will im Endspurt „maximal erfolgreich“ sein

16. April 2026 , 14:13 Uhr

Karlsruhe (dpa/dk) – Für Christian Eichner geht es mit dem Karlsruher SC in die heiße Schlussphase der Saison – und das direkt bei einem Aufstiegskandidaten. Vor dem Auswärtsspiel am Freitagabend bei der SV Elversberg hat der scheidende KSC-Trainer betont, wie wichtig die letzten fünf Partien für ihn und seine Mannschaft sind.

Fokus liegt auf Elversberg

Am Freitag um 18.30 Uhr ist der KSC bei der SV Elversberg gefordert. Für die Karlsruher ist das ein Spiel mit besonderer Brisanz, denn Elversberg gehört zu den Aufstiegskandidaten der 2. Bundesliga.

Eichner machte vor der Partie klar, dass er die letzten Wochen seiner Zeit in Karlsruhe nicht einfach auslaufen lassen will. „Wir sind nach wie vor so heiß, die letzten fünf Spiele maximal erfolgreich zu sein“, sagte der 43-Jährige.

Gerade die Schlussphase hat es für den KSC in sich: In vier der letzten fünf Spiele treffen die Karlsruher auf Mannschaften aus den Top Fünf der Liga. Damit kann der KSC mit seinen Ergebnissen noch Einfluss auf das Rennen um den Bundesliga-Aufstieg nehmen.

Eichner spricht von Abschiedstournee

In der vergangenen Woche hatte der KSC bekanntgegeben, dass sich der Verein und Eichner nach der Saison trennen werden. Das gilt, obwohl sein Vertrag noch bis zum 30. Juni 2027 läuft.

Karlsruhes Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann hatte die Entscheidung damit begründet, auf der Trainerbank für „frische Impulse“ sorgen zu wollen.

Eichner selbst sprach nun mit Blick auf die letzten Spiele von einer „Abschiedstournee“ durch die Liga. Diese wolle er mit seiner Mannschaft „total“ genießen.

Lob aus dem Umfeld des KSC

Nach der Bekanntgabe seines Abschieds habe er viele positive Rückmeldungen bekommen. Seit der Abschied feststehe, „vergeht kaum ein Tag, an dem mir Leute dann nicht ‚Danke‘ sagen. Welcher Cheftrainer darf das denn von sich behaupten, wenn er mal den Club wechseln muss“.

Auf eine Petition gegen seine Freistellung ging Eichner nicht ein. Bis Donnerstagmittag hatten diese mehr als 8.000 Menschen unterzeichnet.

Auch Ausland denkbar

Auch über seine Zukunft sprach Eichner vor dem Spiel in Elversberg. Nach seinem Abschied vom KSC könne er sich auch einen Job im Ausland vorstellen. „Ja, es wäre ja töricht, irgendetwas auszuschließen“, sagte er.

Gleichzeitig verwies er erneut auf seinen Wunsch, irgendwann in der Bundesliga zu arbeiten. Wörtlich sagte Eichner: „Dass es mein Wunsch war und mein Wunsch ist, irgendwann mal, bevor sie die Uhrzeiten auch noch verändern, um 15.30 Uhr zu beginnen, das habe ich ja öfters mal gesagt. Aber auch das kommt oder kommt nicht. Da bin ich total entspannt nach all den Jahren“.

Zuletzt hatte Eichner bereits einen Kontakt zu Union Berlin dementiert und erklärt, dass er sich zur neuen Saison „nahezu alles vorstellen“ könne.

Mehr als sechs Jahre beim KSC

Eichner trainiert die KSC-Profis seit Februar 2020. Zuvor war er auch selbst Spieler der Karlsruher.

Bevor es um seine Zukunft geht, steht jetzt aber erst einmal das Auswärtsspiel in Elversberg an. Und dort will der KSC offenbar zeigen, dass die Saison für ihn noch längst nicht beendet ist.

Anzeige
2. Bundesliga Aufstiegskampf Auswärtsspiel Elversberg Christian Eichner Eichner Abschied Karlsruhe Karlsruher SC KSC Mario Eggimann SV Elversberg Wildpark

Das könnte Dich auch interessieren

08.04.2026 Jetzt ist es offiziell: KSC und Christian Eichner trennen sich nach der Saison Karlsruhe (pm/dk) - Nach sechseinhalb Jahren an der Seitenlinie des Karlsruher SC steht fest: Christian Eichner wird den KSC im Sommer verlassen. Verein und Trainer haben sich nach mehreren intensiven Gesprächen gemeinsam darauf verständigt, die Zusammenarbeit zum Ende der Saison zu beenden. 25.09.2025 Rückenprobleme: KSC bangt um zwei Routiniers Karlsruhe (dpa/svs) - Den Karlsruhern könnten im Heimspiel, am Samstag gegen Magdeburg, zwei erfahrene Defensivmänner fehlen. Auch über die Niederlage in Kiel und das vergangene Heimspiel gegen den 1. FCM spricht Trainer Eichner. 27.08.2025 Philipp Förster kehrt zurück: Karlsruher SC verpflichtet Offensivspieler Karlsruhe (pm/dk) – Der Karlsruher SC hat einen prominenten Neuzugang vorgestellt: Philipp Förster trägt künftig wieder das KSC-Trikot. Der gebürtige Brettener, der nach Stationen beim VfB Stuttgart, VfL Bochum und zuletzt bei Darmstadt 98 zuletzt ohne Verein war, ist bereits seit einigen Wochen als Trainingsgast im Wildpark dabei. Nun ist der Vertrag unterzeichnet. 09.04.2026 Eichner gibt sich vor dem Flutlichtspiel trotz Trennung loyal Karlsruhe (dpa/dk) - Beim Karlsruher SC geht eine lange Ära zu Ende. Nach der angekündigten Trennung zum Saisonende hat Trainer Christian Eichner auf Kritik an der Vereinsführung verzichtet – und den Blick lieber nach vorn gerichtet. Denn schon am Freitagabend wartet mit Arminia Bielefeld das nächste wichtige Spiel.