Baden-Württemberg (dpa/dk) – Trockenes Wetter, viele Ausflügler und der Feiertag vor der Tür: In Baden-Württemberg steigt die Waldbrandgefahr spürbar. Zum 1. Mai könnten regional sogar die höchsten Warnstufen erreicht werden.
Nach einer längeren trockenen Phase hat sich die Lage in den Wäldern im Südwesten verschärft. Laut Deutschem Wetterdienst kann der fünfteilige Waldbrandgefahrenindex bis Donnerstag regional auf Stufe 5 steigen. Das ist die höchste Stufe und bedeutet: sehr hohe Gefahr.
Schon am Dienstag wird verbreitet Stufe 3 erreicht, örtlich auch Stufe 4. Besonders betroffen ist der Südosten Baden-Württembergs.
Die Entwicklung könnte auch Auswirkungen auf die Pläne vieler Menschen am Tag der Arbeit haben. Am 1. Mai sind traditionell viele draußen unterwegs. Auch Grillen gehört für viele dazu.
Ob Kommunen wegen der steigenden Waldbrandgefahr Grillplätze in Wäldern sperren, war zunächst noch offen.
Zuletzt hatte es im Südwesten zwei größere Waldbrände gegeben: in Titisee-Neustadt und bei Stuttgart. Experten zufolge werden Waldbrände häufig durch Menschen ausgelöst. Dazu zählen zum Beispiel achtlos weggeworfene Zigaretten oder Lagerfeuer.
Auch am Sonntagnachmittag musste die Feuerwehr im Landkreis Ravensburg ausrücken. Bei Ebenweiler brannten rund 10.000 Quadratmeter Schilf und Wiese an einem See.
Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes reicht von Stufe 1 bis Stufe 5. Stufe 1 bedeutet sehr geringe Gefahr, Stufe 5 sehr hohe Gefahr.
In die Bewertung fließen unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag ein.