Iffezheim (pm/svs) – Spannung bis auf die letzten Meter: Beim 156. Großen Preis von Baden hat sich der englische Hengst Saddadd in einem packenden Duell durchgesetzt. 18.000 Zuschauer erlebten am Sonntag auf der Galopprennbahn in Iffezheim den Sieg des Vierjährigen – während Top-Favorit Giavellotto nur Platz vier erreichte.
Im mit 300.000 Euro dotierten WETTSTAR.de – 156. Großen Preis von Baden ging es über 2.400 Meter. Auf der Zielgeraden entwickelte sich ein enges Duell zwischen Saddadd und dem aus Frankreich angereisten Parachutiste.
Lange blieb offen, wer das Rennen für sich entscheiden würde. Am Ende hatte Saddadd unter Jockey Jack Mitchell etwas mehr Reserven und setzte sich mit einer halben Länge Vorsprung durch.
Parachutiste mit Jockey Clement Lecoeuvre wurde Zweiter. Zwei Längen dahinter kam Bright Light unter Benjamin Marie auf Rang drei ins Ziel und war damit das beste deutsche Pferd im Rennen.
Der mit hohen Erwartungen gestartete Giavellotto konnte seiner Favoritenrolle nicht gerecht werden. Unter Jockey Billy Loughnane war er zunächst in prominenter Position unterwegs, fiel später aber zurück und belegte am Ende Platz vier. Loughnane erklärte anschließend, Giavellotto sei bereits bei der Parade etwas aufgedreht gewesen. Lordano war wegen des abgetrockneten Bodens nicht an den Start gegangen. Insgesamt nahmen damit sieben Pferde am Rennen teil.
Für Jack Mitchell war der Erfolg in Iffezheim ein ganz besonderer. Er feierte seinen bislang wichtigsten Sieg im Rennsattel.
„Ich habe noch nie ein solches Gruppe-I-Rennen in meiner Karriere gewonnen, war oft Zweiter und Dritter, aber ganz vorne noch nie.“
Mitchell lobte außerdem die Leistung seines Pferdes, das auf der Zielgeraden stark anzog und sich erstmals über die Distanz von 2.400 Metern durchsetzte.
Saddadd benötigte für die 2.400 Meter 2:27,66 Minuten. Damit lief er beim Großen Preis von Baden die schnellste Zeit seit dem Sieg von Pilsudski im Jahr 1996.
Für den vierjährigen Hengst war es der fünfte Sieg beim zehnten Start und gleichzeitig der bislang bedeutendste Erfolg seiner Karriere. Trainiert wird Saddadd von Roger Varian in Newmarket für Scheich Ahmed al Maktoum. Zuletzt hatte der Hengst Platz vier in den Eclipse Stakes belegt.
Durch den Erfolg stieg seine Gewinnsumme auf 454.806 Euro. Für den Sieg in Iffezheim gab es 165.000 Euro.
Auch Bright Light sorgte aus deutscher Sicht für ein gutes Ergebnis. Das Pferd kam vom letzten Platz noch auf Rang drei nach vorne.
Trainer Andreas Suborics erklärte, dass Bright Light mit dem hohen Tempo auf der schnellen Bahn zunächst Schwierigkeiten gehabt habe. Auf den letzten 300 Metern sei das Pferd dann besonders stark gewesen. Wenn Bright Light gesund bleibt, soll es nun in den Arc gehen.
18.000 Zuschauer verfolgten den Renntag in Baden-Baden-Iffezheim. Nach dem englischen Sieg sang Marc Marshall zu Ehren von Saddadds Team die Nationalhymne „God save the King“.