Von "O bis Oje"...auch Winterreifen werden teurer - aber hier gibt es die Günstigsten!

05. Oktober 2022 , 05:00 Uhr

Karlsruhe/ Bonn (dpa/tk) – Es ist Anfang Oktober – höchste Zeit an die Winterreifen zu denken. Als Faustregel gilt ja „von O bis O – Oktober bis Ostern“. Gesetzlich gilt hingegen eine „situative Winterreifenpflicht“, dass heißt, dass erst bei winterlichen Straßenverhältnissen entsprechende Reifen aufgezogen sein müssen.  Aber wie alles in diesem Jahr werden auch Winterreifen teurer. Wer neue Schlappen für sein Auto braucht, muss bis zu ein Fünftel mehr bezahlen als vor einem Jahr, wie aus Zahlen von Vergleichsportalen und des Reifenhandels-Verbandes BRV hervorgeht.

Auf die Größe kommt es an

Check24 errechnete in einer Erhebung für die 100 über das Portal meistverkauften Winterreifen ein Preisplus von knapp 21 Prozent. Auch Ganzjahresreifen sind teurer geworden, mit 16 Prozent aber nicht im gleichen Maß. Den Trend bestätigt auch Matthias Flemmer, Fachberater und Ausbilder bei der A.T.U.-Filiale in Karlsruhe-Bulach. Er spricht bei den gängigen Größen von acht bis 15 Euro mehr. Sondergrößen kosten mehr. Im Schnitt lagen der Preis bei 83,27 Euro pro Reifen. Vor einem Jahr waren es gut 70 Euro – in dieser Statistik sind allerdings nicht nur Standardreifen, sondern auch Übergrößen für SUV enthalten.

Wo gibt die Günstigsten?

Markenreifen in Standardgrößen gibt es beim Blick ins Internet schon ab etwa 45 Euro aufwärts – zumindest bei www.reifen24.de. Das Portal www.reifen.com wiederum bietet Marken-Winterreifen ab 61,99 Euro an. Am besten fragen Sie auch in einer Werkstatt ihrer Wahl und vor Ort nach.

Keine Lieferengpässe

Zumindest bei der Verfügbarkeit von Reifen gibt es keine flächendeckenden Probleme.  „Bei uns sind die Lager brechend voll.“, sagt A.T.U.-Fachmann Matthias Flemmer. Höchstens bei speziellen Ausführungen könne es punktuell zu Lieferproblemen kommen.

Preistreiber Krieg und Pandemie

Beim Verband BRV sieht man vor allem die Corona-Krise und den Krieg in der Ukraine als Treiber des Preisanstiegs. «Wichtige Rohstoffe wie Ruß und Synthetik-Kautschuke bezog die Reifenindustrie bis vor wenigen Monaten zum großen Teil noch aus Russland und der Ukraine», sagt der Geschäftsführer Technik, Michael Schwämmlein. Hier müssten die Hersteller nun neue Lieferanten suchen. Zudem trieben die hohen Öl-, Gas- und Strompreise die Kosten in der Produktion.  Und neben den Preissteigerungen für den Reifen selbst muss der Handel laut Schwämmlein «natürlich versuchen, auch die Kostensteigerungen für seinen eigenen Geschäftsbetrieb» weiterzugeben. Das seien insbesondere explodierende Energie-, aber auch steigende Personalkosten.

Anzeige
Oktober teurer Winterreifen

Das könnte Dich auch interessieren

16.10.2025 31 Winterreifen im ADAC-Test - 15 sind nicht empfehlenswert München (ots) - Der ADAC hat den größten Winterreifentest in seiner Clubgeschichte durchgeführt. Insgesamt wurden 31 Reifen der Dimension 225/40 R18 untersucht - knapp die Hälfte der getesteten Reifen kann der Mobilitätsclub nicht empfehlen, elf davon fallen ganz durch. 20.06.2026 Neun Verletzte nach Blitzeinschlag auf Handballfest in Rastatt-Niederbühl Rastatt (dpa/svs) - Das schwere Gewitter in der Nacht zu Samstag hatte in Rastatt dramatische Folgen: Während eines Sportfests der Handballer in Niederbühl zieht ein Unwetter auf – dann schlägt ein Blitz ein. Neun Menschen werden verletzt, sechs von ihnen kommen ins Krankenhaus. 18.06.2026 Warum Militär-Helikopter übers Karlsruher Schloss geflogen sind Karlsruhe (dpa/svs) - Mehr als 350 Rekruten der Bundeswehr haben sich von Protesten begleitet in unmittelbarer Nähe zum Bundesverfassungsgericht zur demokratischen Grundordnung bekannt und ihren Diensteid abgelegt. Während der Feierlichkeiten gab es von der Luftwaffe zudem zwei Überflüge über den Karlsruher Schlossplatz. 17.06.2026 Nach Brückensturz eines Jugendlichen in Durlach - Kripo setzt Belohnung aus Karlsruhe (pol/tk) - Anfang 2025 fiel ein 15-Jähriger von einer Brücke am Bahnhof Durlach. Nach Ansicht der Ermittler wurde er geschubst. Kripo und Staatsanwaltschaft haben 5.000 Euro Belohnung ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung der noch unbekannten Täter führen. Auch das Fernsehen soll helfen.