Karlsruhe (pm/dk) – Während der Wohnungsbau in Baden-Württemberg deutlich zurückgeht, hat die Volkswohnung ihre Wohnbauoffensive mit einer starken Bilanz abgeschlossen. Im Jahr 2025 wurden 453 neue Mietwohnungen und 108 Eigentumswohnungen fertiggestellt – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.
Von insgesamt 547 Wohnungen, die 2025 im Karlsruher Stadtgebiet neu gebaut wurden, stammen 508 von der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft. Besonders groß war der Anteil in Daxlanden: Dort errichtete die Volkswohnung 357 von insgesamt 383 neuen Wohnungen.
Hinzu kommen 53 Eigentumswohnungen in Stutensee. Insgesamt wurden damit mehr als 560 neue Wohnungen fertiggestellt.
„Wir haben versprochen, auch im Jahr 2025 einen wesentlichen Beitrag zur Wohnraumversorgung zu leisten, da unsere Bürgerschaft dieses kommunalpolitische Aufgabenfeld als höchste Priorität einstuft“, so Baubürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Daniel Fluhrer. „Mit insgesamt über 560 neuen Wohnungen setzen wir ein starkes Signal und lösen eindeutig unsere Zusage ein.“
Von den neu entstandenen Mietwohnungen sind 245 mietpreisgebunden. Insgesamt verfügt die Volkswohnung inzwischen über 14.229 Wohnungen.
Nach Angaben des Unternehmens leben rund 30.000 Menschen in einer Volkswohnung. Das entspricht fast zehn Prozent der Karlsruher Bevölkerung.
Die durchschnittliche Nettokaltmiete liegt bei 7,53 Euro pro Quadratmeter. Damit liegt sie deutlich unter dem Karlsruher Mietspiegel-Mittelwert von 9,63 Euro pro Quadratmeter aus dem Jahr 2025.
Von den insgesamt 4.062 Sozialmietwohnungen in Karlsruhe gehören 3.200 zur Volkswohnung. Das entspricht einem Anteil von rund 79 Prozent.
Geförderte Wohnungen liegen nach Angaben des Unternehmens bis zu 33 Prozent unter dem Mietspiegel. Rund 80 Prozent der Mieten bewegen sich außerdem innerhalb der Kostensätze, die das Jobcenter als angemessene Kosten der Unterkunft anerkennt.
„Jede achte Mietwohnung in Karlsruhe gehört der Volkswohnung. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Entscheidung, die diese Stadt seit über 100 Jahren immer wieder trifft. Ich bin dankbar und stolz auf unsere Mitarbeiterschaft, dass wir diese Wohnbauoffensive – unter starkem Ressourceneinsatz und als Kraftakt für das Unternehmen Volkswohnung – so erfolgreich abschließen konnten“, sagt Geschäftsführer Stefan Storz.
Zu den wichtigsten Projekten des Jahres 2025 zählt der Wohnpark Mittendrin in Stutensee-Blankenloch. Dort entstanden 152 Wohnungen, darunter 99 Mietwohnungen und 53 Eigentumswohnungen. Rund die Hälfte der Mietwohnungen ist mietpreisgebunden.
Am Staudenplatz in Rintheim wurden 106 Mietwohnungen in vier Gebäuden fertiggestellt. 60 Prozent davon sind mietpreisgebunden.
Im August-Klingler-Areal in Daxlanden entstanden insgesamt 357 Wohnungen. Dazu gehören 302 Mietwohnungen, von denen rund 60 Prozent gefördert sind, sowie 55 Eigentumswohnungen. Ergänzt wurde das Quartier um eine Kita, eine Tagespflege, ein Servicebüro, ein Café, einen Gemeinschaftsraum und eine Gästewohnung.
Landesweit wurden im vergangenen Jahr rund 25.000 Wohnungen fertiggestellt. Das waren etwa 19 Prozent weniger als im Vorjahr und der niedrigste Wert seit 2010.
Besonders stark ging der soziale Wohnungsbau zurück. In Baden-Württemberg wurden 4.084 Sozialwohnungen fertiggestellt – ein Rückgang von 31 Prozent.
Trotz der abgeschlossenen Wohnbauoffensive bleiben die Bedingungen schwierig. Hohe Zinsen, gestiegene Baukosten, unsichere Förderbedingungen und Risiken bei Lieferanten und Bauleistungen erschweren neue Projekte.
Aktuell entstehen am Buschwiesenweg in Grünwinkel 80 neue Wohnungen. In Oberreut baut die Volkswohnung außerdem eine neue Kita.
In den kommenden Jahren soll der Schwerpunkt stärker auf dem bestehenden Wohnungsbestand liegen. Bis Ende 2030 ist die Modernisierung von rund 600 Wohnungen geplant. Weitere 900 Wohnungen sollen energetisch saniert werden.