Pforzheim (pol/ms) – Ein 32-Jähriger soll am Sonntagmorgen in Pforzheim versucht haben, einen 30 Jahre alten Mann mit einem Messer anzugreifen. Ein Begleiter des Opfers griff ein und konnte einen weiteren Angriff verhindern. Der Tatverdächtige sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen begegneten sich der 32-Jährige und der 30-Jährige gegen 9 Uhr im Bereich der Ringstraße. Der Tatverdächtige soll zunächst unvermittelt mehrfach in Richtung des 30-Jährigen geschlagen haben.
Der Mann konnte den Schlägen ausweichen und blieb unverletzt. Anschließend soll der 32-Jährige ein Messer aus seinem Rucksack genommen und versucht haben, auf den 30-Jährigen einzustechen. Auch diesem Angriff konnte das Opfer ausweichen.
Ein 58 Jahre alter Mann, der zuvor gemeinsam mit dem 30-Jährigen unterwegs gewesen war, griff ein. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei gelang es ihm, einen weiteren Angriff zu verhindern.
Der 58-Jährige wurde dabei leicht verletzt. Der 30-Jährige blieb unverletzt. Der Tatverdächtige flüchtete anschließend.
Gegen 11 Uhr nahmen Einsatzkräfte den 32-Jährigen in der Nähe seiner Wohnanschrift widerstandslos fest. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung wurde eine mögliche Tatwaffe sichergestellt.
Nach Angaben der Ermittler kannten sich der Tatverdächtige und der 30-Jährige bereits zuvor.
Am Montag wurde der 32-Jährige auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe – Zweigstelle Pforzheim – einem Haftrichter am Amtsgericht Pforzheim vorgeführt.
Dieser erließ wegen versuchten Totschlags und Fluchtgefahr einen Haftbefehl. Der Mann befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Das Kriminalkommissariat Pforzheim und die Staatsanwaltschaft ermitteln weiter. Dabei geht es insbesondere um die Hintergründe der Tat.