Vernachlässigte Rinder in Wildberg: PETA erstattet Anzeige

02. Dezember 2021 , 11:40 Uhr

Wildberg (pm/lk) – Die Tierschutzorganistation PETA hat Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Tübingen gegen einen Rindermastbetrieb in Wildberg im Kreis Calw gestellt. Laut PETA würden die Tiere dort vernachlässigt und lebten in unzumutbaren Zuständen.

Rinder in Wildberger Betrieb offenbar vernachlässigt

Knöcheltief im Kot: Mitte November wurde PETA laut einer Mitteilung Bildmaterial aus einem Rindermastbetrieb in Wildberg zugespielt. Die Bilder zeigten, dass die Tiere ein entbehrungsreiches Leben in kargen und stark verdreckten Buchten führen müssten. Die jungen Rinder müssten zwar nicht wie üblich in engen Buchten im Stall auf Spaltenböden ausharren. Dafür stünden sie in Wildberg teilweise zentimetertief in Fäkalien und seien gezwungen, sich zum Ruhen in ein übelriechendes Gemisch aus ihrem eigenen Kot und Urin zu legen. Die Rinder würden unter den unzumutbaren Bedingungen in den schmutzigen Stallungen leiden.

Anzeige wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

Darum habe PETA am 22. November 2021 wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Tübingen erstattet. Außerdem fordert die Tierrechtsorganisation die Verantwortlichen auf, sämtliche Tiere an Lebenshöfe abzugeben und auf veganen Ökolandbau umzusteigen. „In Wildberg werden Rinder augenscheinlich vernachlässigt, und trotz zahlreicher Meldungen soll sich auch nichts am Zustand der Haltung geändert haben“, so Agrarwissenschaftlerin Lisa Kainz von PETA. „Auch wenn die Tiere frische Luft haben und nicht nur auf Spaltenböden gehalten werden, wollen die sensiblen Tiere nicht in Unmengen ihrer Ausscheidungen liegen, nur um letztendlich im Schlachthaus getötet zu werden.“

Missstände in landwirtschaftlicher Tierhaltung

Immer wieder würden PETA Whistleblower-Meldungen von Tierfreunden erreichen – darunter auch viele Hinweise zu Missständen in der landwirtschaftlichen Tierhaltung. Diese Beobachtungen zeigten deutlich, dass es bei der Tierhaltung nicht auf die Betriebsgröße und Tieranzahl ankomme. Auch in kleineren Betrieben würden Tiere in der Fleisch- und Milchindustrie leiden und nur nach ihrer Leistung bemessen werden. PETA sagt jedoch: Tiere seien nicht dazu da, dass wir sie essen oder in irgendeiner anderen Form ausbeuten.

Anzeige

Das könnte Dich auch interessieren

31.12.2025 Mehr Menschen werden Opfer von K.-o.-Tropfen Region (dpa/jal) – Kurz beim Feiern nicht aufgepasst und schnell kann die fröhliche Partynacht zum Alptraum werden: Der Missbrauch von K.-o.-Tropfen macht der Polizei in Baden-Württemberg immer häufiger zu schaffen. Für 2025 rechne man sowohl bei der Zahl der Fälle als auch bei der Zahl der Opfer mit einem Anstieg, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums mit. K.-o.-Tropfen 27.12.2025 Pforzheim: Wohnungsbrand mit Menschenleben in Gefahr Pforzheim (pm/jal) – Gegen 04:00 Uhr am Samstagmorgen kam es in Pforzheim in der Kopernikusallee zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand. Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch mehrere Personen im Gebäude befinden, wurde das Einsatzstichwort durch die Integrierte Leitstelle Pforzheim frühzeitig erhöht und zusätzliche Kräfte alarmiert. Feuerwehr und Bewohner handelten schnell Beim Eintreffen der 26.12.2025 Streit eskaliert - 22-Jähriger sticht Mann in Pforzheim nieder Pforzheim (pol/jal) – In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, ist ein 24-jähriger Mann bei einer Auseinandersetzung vor einer Bar in der Pforzheimer Innenstadt schwer verletzt worden. 24.12.2025 Straftaten von Klimaaktivisten deutlich rückläufig Region (dpa/jal) – Sie kleben sich auf der Straße fest, blockieren Zufahrten, montieren Verkehrsschilder ab: Klimaaktivisten haben mit ihren illegalen Aktionen in den vergangenen Jahren auch in Baden-Württemberg für Aufsehen gesorgt. Die Zahl der politisch motivierten Straftaten von Klimaaktivisten im Land ist aber zwischenzeitlich deutlich zurückgegangen. Nach einem Höchststand im Jahr 2023 (insgesamt 239 Straftaten) setzt sich