Rastatt (pm/pol/lk) – Demolierte Bänke und verschmutzte Terrasse: Vergangene Woche haben Unbekannte im Schlossgarten des Residenzschlosses Rastatt ihr Unwesen getrieben. Die Polizei sucht Zeugen.
Zerbrochenes Holz und Müllreste: In der vergangenen Woche und am Wochenende haben Unbekannte wiederholt Holzbänke im Schlossgarten der Barockresidenz Rastatt stark beschädigt. Bei sechs Sitzbänken wurden die Rücklehnen mutwillig und mit roher Gewalt durchgetreten. Die zersplitterten Latten und starke, großflächige Verschmutzungen der Schlossterrasse wurden jeweils am darauffolgenden Morgen entdeckt. Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg verurteilt die Schäden: „Es darf nicht sein, dass die Unvernunft von Wenigen den Erhalt unseres gemeinsamen kulturellen Erbes erschwert und das Besuchserlebnis für alle beeinträchtigt.“ Die Polizei sucht Zeugen, die zwischen Mittwoch (19.1.) und Montag (24.1.) etwas Verdächtiges beobachtet haben.
Herausgerissene Pflanzen, umgestürzte Skulpturen, zurückgelassener Müll, demolierte Bänke oder Schmierereien an den Außenwänden – immer wieder kommt es in den Monumenten des Landes zu Schäden durch Vandalismus. Historische Gärten wie der in Rastatt sind beliebte Naherholungsgebiete sowie Ausflugsziele und häufig frei zugänglich für alle. Damit das so bleiben kann, sei es erforderlich, dass sich alle an die Regeln halten, so Hörrmann: „Den dauerhaften Erhalt können wir nur gewährleisten, wenn alle pfleglich mit den historischen Anlagen umgehen und gegenseitig Rücksicht nehmen.“ Das Aufräumen und Beseitigen der Schäden einen personellen sowie finanziellen Mehraufwand: Die Kosten für die Schadensbehebung und neue Bänke, wo eine Reparatur nicht mehr möglich ist, beläuft sich auf etwa 5.000 Euro.