Freckenfeld (dk) – Seit mehreren Wochen ist Gary aus Freckenfeld in Jamaika im Einsatz. Nach schweren Unwettern hilft der Handwerker aus unserer Region direkt vor Ort beim Wiederaufbau. Jetzt hat er sich mit einem Update gemeldet – und berichtet von anstrengenden Tagen, vielen Reparaturen und großen Herausforderungen.
Gary beschreibt, dass er bereits an mehreren Häusern gearbeitet hat. Dächer wurden von innen und außen repariert, Wasserschäden behoben.
Auch an der Infrastruktur arbeitet er: Wasser- und Stromleitungen vom Haus bis zur Straße hat er bereits für zwei Häuser gelegt. Ein weiteres Haus soll nun folgen, damit die Bewohner wieder Strom haben.
In den Häusern selbst gibt es noch viele kleine Baustellen. In der Küche ist ein Wasserhahn kaputt, auch die Toilette muss repariert werden.
Besonders schwierig sind Fälle, bei denen Häuser teilweise von ihren Stützen gerutscht sind. Eine Person habe ihn gefragt, ob er helfen könne. Dafür brauche er allerdings einen Wagenheber und viele helfende Hände, um die Häuser wieder anzuheben und auf Blöcke zu setzen.
Ob das umsetzbar ist, weiß Gary selbst noch nicht.
Die Lage vor Ort bleibt angespannt. Viele Straßen sind laut Gary kaum befahrbar, voller Schlaglöcher. Das mache jede Fahrt schwierig – besonders mit dem Auto.
Er hofft, dass sein Fahrzeug die Zeit noch durchhält und er es vor der Abreise in eine Werkstatt bringen kann.
Die Arbeit fordert ihren Tribut. Gary beschreibt, wie erschöpft er abends nach Hause kommt:
„Ich komme nach Hause, esse kurz was und bin schon müde. Wenn ich mich hinsetze, schlafe ich ein.“
Oft gehe er direkt unter die Dusche und falle danach erschöpft ins Bett. „Ich bin fix und foxi“, sagt er selbst.
Grundsätzlich könnte Gary länger in Jamaika bleiben. Doch er nennt klare Gründe, warum er zurückkommen muss: seine drei noch nicht erwachsenen Kinder, Verpflichtungen in der Region – unter anderem gegenüber seinem Arbeitgeber, der Gemeinde Hagenbach.
Er sagt auch: Erst müsse es ihm selbst gut gehen, dann könne er anderen helfen.