Landau (pol/tk) – Ein zunächst unauffälliger Vorfall am Rande einer Unfallaufnahme führte zur Festnahme eines Autodiebs. Der Verdächtige leistete jedoch massiven Widerstand.
Während einer Unfallaufnahme am Dienstag in der Magdeburger Straße in Landau erregte ein abgestellter schwarzer Skoda SUV mit Warnblinklicht die Aufmerksamkeit einer Streife. Ein Unbekannter flüchtete beim Erblicken der Polizei sofort zu Fuß aus dem Wagen.
Kurz darauf trat ein zweiter Mann an die Beamten heran, erkundigte sich scheinbar ahnungslos nach dem Geschehen und gab an, der Skoda sei sein Fahrzeug. Als er erfuhr, dass der Wagen nicht im Fokus der Unfallaufnahme stand, stieg er plötzlich ein und flüchtete mit quietschenden Reifen.
Eine Überprüfung ergab, dass die Kennzeichen des Fahrzeugs als gestohlen ausgeschrieben waren. Im Rahmen einer sofortigen Nahbereichsfahndung wurde der SUV verlassen auf einem Parkplatz in der Helmbachstraße aufgefunden.
Der flüchtige Fahrer konnte unweit des Abstellortes gestellt werden. Bei der Identitätsfeststellung leistete der 20-jährige Mann erheblichen Widerstand, verletzte zwei Beamte leicht und musste gefesselt zur Dienststelle gebracht werden.
Die Ermittlungen zeigten, dass der Skoda unterschlagen worden war. Er gehört zur Insolvenzmasse einer Firma und stand abgemeldet auf einem Hotelparkplatz in Oberhausen (NRW). Der Beschuldigte, ein Angestellter des Hotels, hatte die Originalschlüssel unbefugt entwendet und die zuvor gestohlenen Kennzeichen angebracht.
Da weiterhin Anhaltspunkte für einen möglichen Alkohol- und Drogenkonsum bestanden, wurde dem 20-jährigen Beschuldigten auf der Dienststelle eine Blutprobe entnommen. Gegen den Mann wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen zum zweiten, flüchtigen Tatverdächtigen dauern an.