Umwelthilfe warnt vor Hochwasserrisiko: Südwesten besonders gefährdet

10. Juli 2025 , 04:10 Uhr

Baden-Württemberg (dpa/dk) – Laut einer aktuellen Analyse der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gehört Baden-Württemberg zu den am stärksten hochwassergefährdeten Bundesländern. Besonders bei sogenannten Jahrhunderthochwassern drohen massive Schäden und Gefährdungen für Zehntausende Menschen im Südwesten.

Risikoindex auf Platz zwei bundesweit

Die DUH hat auf Basis von Daten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherer und der Bundesanstalt für Gewässerkunde einen Hochwasser-Risikograd errechnet. Mit einem Wert von 7,96 liegt Baden-Württemberg dabei bundesweit an zweiter Stelle – nur Bayern ist mit 8,29 noch stärker gefährdet.

Knapp 4,72 Prozent der Landesfläche gelten laut Analyse als Hochwasserrisikogebiete. Besonders problematisch: In diesen potenziell betroffenen Gebieten befinden sich rund 54.600 Wohnadressen, die bei einem sogenannten Jahrhunderthochwasser überflutet werden könnten.

Jahrhunderthochwasser werden häufiger

Zwar gilt ein solches Hochwasser statistisch als ein Ereignis, das nur alle 100 Jahre auftritt – doch die DUH warnt: „Im Zuge der Klimakrise sind Wasserstände dieser Höhe zukünftig häufiger zu erwarten.“

Die Analyse basiert auf historischen Datenreihen, deren Relevanz angesichts zunehmender Extremwetterereignisse schwindet.

DUH fordert naturbasierten Hochwasserschutz

DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner kritisiert, dass die Bundesländer nicht ausreichend auf diese Bedrohung reagieren:
„Bei der dringend erforderlichen Anpassung und Vorsorge muss der Fokus stärker auf naturbasierten Hochwasserschutz gelegt werden.“

Konkret fordert die Umwelthilfe:

Nur so könne der Schutz für Hunderttausende Menschen in Risikogebieten verbessert werden.

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