Umwelt-Behörde: Grundwasserverhältnisse stabilisieren sich

01. Juni 2023 , 04:48 Uhr

Der kühle und feuchte Frühling in Baden-Württemberg hat zu einer leichten Erholung der Grundwasserstände geführt. «Dank der regenreichen Monate März und April konnten sich die Grundwasserverhältnisse in Baden-Württemberg stabilisieren», teilte die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) mit Sitz in Karlsruhe mit.

Grundwasserstände zum Vorjahr leicht verbessert

„Wir gehen in diesem Jahr etwas besser gerüstet in das sommerliche Rennen um das Wasser als im letzten Jahr“, kommentiert Dr. Ulrich Mauer, Präsident der LUBW Landesanstalt für Umwelt, die Lage. „Unsere Daten zeigen aber auch, dass wir uns langfristig auf weniger Wasser in den Sommermonaten einstellen müssen.“

Obwohl der Mai 2023 wieder trockener ausfiel, liegen die Grundwasserstände aktuell höher als im gleichen Monat des heißen und trockenen Jahres 2022. Die Grundwasserneubildung nimmt mit dem Beginn des Sommerhalbjahres generell ab. Die Vegetation benötigt verstärkt Wasser, und laut Wettervorhersage wird es in den nächsten zehn  Tagen voraussichtlich nur wenig oder gar keinen Regen geben. Einzelne Unwetter mit starkem Regen haben in der Regel keinen signifikanten Einfluss auf das Grundwasser, da der größte Teil des Niederschlags schnell abfließt und nicht ins Grundwasser gelangt. Die Monate Dezember bis Februar brachten nicht die benötigten Niederschlagsmengen, um die Grundwasserstände zu erhöhen.

Fließgewässer

Aktuell liegen rund 85 Prozent der Pegelstände der Flüsse in Baden-Württemberg zwischen dem Mittelwasserstand (MW) und dem mittleren Niedrigwasserstand (MNW). Am Dienstag, den 30. Mai, wurde am Rheinpegel Maxau ein Tagesmittel von 510 Zentimetern (cm) gemessen, das liegt etwas unterhalb des langjährigen Jahresmittelwertes (MW: 523 cm). Am Neckarpegel Wendlingen wurde 64 cm (MW: 93 cm) und am Donaupegel Beuron 73 cm (MW: 110 cm) gemessen.

Trockene Jahre häufen sich

In den letzten zehn Jahren gab es in Baden-Württemberg fünf Jahre, in denen der Jahresniederschlag um mehr als zehn Prozent niedriger war als der durchschnittliche Jahresniederschlag von 980 Millimeter des Referenzzeitraumes 1961 bis 1990. Diese trockenen Jahre waren die Jahre 2014, 2015, 2018, 2020 und 2022. Das letzte Jahr mit einem über dem Durchschnitt liegendem Jahresniederschlag in Baden-Württemberg war das Jahr 2002.

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