Umfrage: Mehrheit in Baden-Württemberg begrüßt Wolf und Biber

10. März 2026 , 04:33 Uhr

Baden-Württemberg (pm/dk) – Die Rückkehr von Wolf und Biber stößt im Südwesten auf breite Zustimmung. Laut einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag von NABU und BUND befürwortet eine große Mehrheit der Menschen in Baden-Württemberg die Rückkehr der beiden Tierarten.

Mehr als 70 Prozent sind dafür

Nach den Ergebnissen der Umfrage begrüßen:

Damit widersprechen die Ergebnisse der Annahme, dass große Teile der Bevölkerung den geschützten Tieren kritisch gegenüberstehen.

Zustimmung über Stadt und Land hinweg

NABU-Landesvorsitzender Johannes Enssle sagt:

„Die Rückkehr von Biber und Wolf, einst bei uns ausgerottete Tiere, ist ein großer Erfolg für den Artenschutz. Mehr als zwei Drittel der Menschen im Land freuen sich darüber – und sind damit deutlich weiter als Teile der Politik.“

Laut NABU zeigt die Umfrage auch, dass die Zustimmung sowohl in Städten als auch im ländlichen Raum hoch ist und sich über verschiedene politische Lager hinweg erstreckt.

Naturschutz wichtig für Wahlentscheidung

Die Befragung zeigt außerdem, dass Natur- und Umweltschutz für viele Menschen ein wichtiges Thema bei der Wahlentscheidung ist.

Verbände sehen Auftrag an die Politik

Für BUND-Landesvorsitzende Sylvia Pilarsky-Grosch sind die Ergebnisse ein klarer Auftrag an die Politik. Sie kritisiert unter anderem Forderungen nach erleichterten Abschüssen von Wölfen oder Bibern.

Statt kurzfristiger Maßnahmen brauche es langfristige Strategien, etwa sachliche Information, konsequenten Herdenschutz und ein gut ausgestattetes Management der Tierarten.

Petition zum Schutz des Bibers

Parallel läuft derzeit auch eine Petition gegen einen erleichterten Abschuss von Bibern in Baden-Württemberg. Nach Angaben der Initiatoren haben innerhalb von knapp drei Wochen rund 9.000 Menschen unterschrieben. Für einen Erfolg werden 10.000 Unterschriften benötigt.

Umfrage unter mehr als 1.000 Menschen

Für die forsa-Umfrage wurden 1.010 Menschen ab 18 Jahren in Baden-Württemberg befragt. Die Erhebung fand zwischen 15. Januar und 5. Februar 2026 statt.

Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus drei Prozentpunkten.

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