Tunnel Rastatt: Mit großen Schritten zur Inbetriebnahme

12. August 2025 , 04:25 Uhr
Rastatt (pm/tk) – Der Ausbau des Tunnels Rastatt geht in die finale Phase. Ende 2026 sollen die ersten Züge rollen. Die Havariefolgen aus 2017 sind laut Deutscher Bahn beseitigt.

Einbetonierter Tunnelbohrer geborgen

Beim Bahnprojekt Karlsruhe–Basel ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die Tunnelvortriebsmaschine, die nach der Havarie am 12. August 2017 stillgelegt worden war, ist vollständig zurückgebaut. Der planmäßige Rückbau schließt eine technisch anspruchsvolle sowie komplexe Bauphase ab und ebnet den Weg für die finalen Arbeiten am Tunnel Rastatt.

Rückbau nach Plan abgeschlossen

Die rund 90 Meter lange und 2.000 Tonnen schwere Maschine wurde in mehreren präzise geplanten Schritten demontiert. Stück für Stück wurde sie freigelegt, aufgetrennt und in bis zu 70 Tonnen schwere halbkreisförmige Segmente zerlegt. Nach dem Entfernen von Maschine und Beton konnte die Baugrube bis zur künftigen Tunnelsohle weiter ausgehoben und der Tunnelrohbau fertiggestellt werden. Insgesamt wurden rund 52.000 Kubikmeter Erdmaterial ausgehoben – ein Volumen, das etwa 20 olympischen Schwimmbecken entspricht.

Derzeit laufen die abschließenden Ausbaumaßnahmen im Tunnel. Dazu zählen der Einbau des letzten Abschnitts der festen Fahrbahn, die Installation der Oberleitung, die Montage der Signaltechnik, der Beleuchtung und verschiedener Kommunikationssysteme.

Abschließende Phase zur Inbetriebnahme

Nach dem Einbau der technischen Ausstattung folgen in den kommenden Monaten technische Prüfungen der baulichen und betrieblichen Anlagen, Sicherheitsübungen mit Feuerwehr und Rettungskräften sowie Testfahrten. Ziel ist es, die Betriebsbereitschaft des Tunnels vorzubereiten und einen reibungslosen Übergang in den Regelbetrieb sicherzustellen. Das Projektteam der Bahn arbeitet darauf hin, dass erste Züge wie geplant Ende 2026 durch den Tunnel Rastatt fahren können.

Der Tunnel Rastatt ist ein zentraler Bestandteil des viergleisigen Ausbaus der Rheintalbahn, mit dem die Deutsche Bahn zusätzliche Kapazitäten für einen leistungsfähigen und umweltfreundlichen Schienenverkehr schafft. Durch das 4.270 Meter lange Bauwerk unterqueren Züge künftig das Stadtgebiet Rastatt – eine spürbare Entlastung für die Anwohnerinnen und Anwohner vom Lärm vorbeifahrender Züge.

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