Mannheim (dpa/dk) – Die Mannheimer Traditionsbrauerei Eichbaum ist insolvent – die Marke selbst soll aber weiterleben. Zum 1. Oktober übernimmt die Brauerei Park & Bellheimer aus Pirmasens die Marke. Eichbaum-Biere sollen auch künftig im Handel und in der Gastronomie erhältlich sein.
Wie das Unternehmen mitteilt, soll die Brauerei Park & Bellheimer die Marke Eichbaum zum 1. Oktober übernehmen.
Die bisherigen Geschäftsführer Uwe Aichele und Frank Reifel hatten sich nach eigenen Angaben um eine Rettung des Unternehmens bemüht.
«Keine der Lösungen erwies sich letztendlich als umsetzbar», sagte Reifel.
Das Eichbaum-Markengeschäft soll künftig in der Eichbaum-Vertriebs GmbH mit Sitz in Mannheim gebündelt werden.
Auch Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht begrüßt, dass die Marke erhalten bleibt.
«Nach der Enttäuschung über die Betriebseinstellung mit dem Verlust vieler Arbeitsplätze ist diese Entscheidung zumindest ein kleines Hoffnungszeichen, dass die Traditionsmarke Eichbaum für Mannheim erhalten bleibt.»
Nach Angaben des Unternehmens sollen Biere unter der Marke Eichbaum auch künftig in der Gastronomie, im Getränkefachgroßhandel und im Lebensmitteleinzelhandel verkauft werden.
Die Brauerei hatte Ende Oktober 2025 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt.
Als Gründe wurden ein Umsatzrückgang im Export und eine sinkende Nachfrage im Inland genannt. Dadurch war es zu einem Liquiditätsengpass gekommen.
Die Brauerei wurde nach eigenen Angaben im Jahr 1679 gegründet und blickt damit auf eine fast 350-jährige Geschichte zurück.