Bad Herrenalb (pm/dpa) – Seit Anfang der Woche müssen Bewohner der Bad Herrenalber Innenstadt das Wasser aus dem Hahn abkochen – aus Sicherheitsgründen! Erste Untersuchungen des Trinkwassers können auch zum Wochenende noch keine Entwarnung geben.
Das Landratsamt hatte am Dienstag über trübes Trinkwasser in Teilen der Kurstadt informiert und ein Abkoch- und Spülgebot verhängt. Zwischenzeitlich sah es so aus, als könnte dies nächste Woche wieder aufgehoben werden. Sand und Erde waren nach Angaben der Stadtwerke Bad Herrenalb vom Mittwoch über eine Leckage an Rohren ins Wasser gelangt. Diese sei behoben worden.
Doch weil die Trinkwasserprobe jetzt mikrobiell belastet war, sind weitere Untersuchungen nötig. Erst wenn nunmehr drei Proben unauffällig sind, kann das Abkochgebot nach Angaben der Landratsamtssprecherin aufgehoben werden. Den Stadtwerken zufolge sind laut Einwohnermeldeamt an den betroffenen Anschlüssen 630 Menschen gemeldet.
Um vorsorglich eine Gesundheitsgefährdung auszuschließen, müssen alle Leitungen im Hause ab sofort einmalig gespült werden, bis Wasser kommt, das offensichtlich keine Trübung mehr aufweist. Danach muss das Wasser am Wasserhahn noch mindestens weitere drei Minuten laufen gelassen werden, um ausreichend zu spülen.
Wird das Wasser danach zum Trinken, zur Zubereitung von Nahrung und Getränken, zum Abwaschen von Obst und Gemüse, zum Zähneputzen sowie zu medizinischen Zwecken, z.B. zur Reinigung von Wunden oder Nasenspülen genutzt, besteht ein Abkochgebot. Es wird empfohlen, das Wasser einmalig sprudelnd aufzukochen und es dann über mindestens 10 Minuten langsam abkühlen zu lassen. Die Verwendung eines Wasserkochers ist aus praktischen Gründen zu empfehlen.
Betroffener Bereich der Bad Herrenalber Innenstadt:
Das Abkochgebot wird durch das Landratsamt Calw wieder aufgehoben, wenn durch Nachuntersuchungen nachgewiesen wurde, dass wieder eine einwandfreie Trinkwasserqualität besteht. Weitere Fragen können unter der Nummer 07083 – 9248 445 geklärt werden.