Karlsruhe (pm/tk) – Im richtungsweisenden Duell um die Playoff-Plätze mussten sich die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe den Energiequelle Netzhoppers Königs-Wusterhausen mit 1:3 geschlagen geben. Nach einem verschlafenen Start kämpften sich die Karlsruher leidenschaftlich zurück und dominierten phasenweise das Geschehen, konnten sich in den entscheidenden Momenten jedoch nicht belohnen.
Der Start in die Partie verlief aus Karlsruher Sicht alles andere als nach Plan. Die Netzhoppers bauten von Beginn an einen enormen Aufschlagdruck auf, der die Annahme der BADEN VOLLEYS wackeln ließ. Schnell prangte ein deutlicher Rückstand auf der Anzeigentafel. Auch im weiteren Verlauf wirkten die Hausherren nervös und fanden kein Mittel gegen die souverän agierenden Brandenburger, die ihren Vorsprung ausbauten. Der erste Durchgang war beim 17:25 nicht mehr zu retten.
Zum zweiten Satz reagierte Trainer Görtzen und brachte Denir Hadzic für Irizarry im Zuspiel. Die Maßnahme fruchtete: Die BADEN VOLLEYS fanden nun endlich ihren Rhythmus. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch im Side-Out-Gleichschritt (14:14). In der entscheidenden Phase waren es jedoch unnötige Eigenfehler auf Karlsruher Seite sowie eine starke Aufschlagserie der Netzhoppers, die den Gästen einen Vorteil zur Crunchtime verschafften.
Mit dem Rücken zur Wand und dem wieder genesenen Mika Ahmann auf der Libero-Position für Jackson Holland, startete Karlsruhe in den dritten Durchgang. Wie schon im Satz zuvor blieben die BADEN VOLLEYS bissig. Beim 13:12 gingen die Karlsruher erstmals in Führung und spielten sich in einen Rausch. Die Abwehr kratzte nun mehr und mehr Bälle vom Boden, während sich auf der Gegenseite plötzlich die Fehler häuften (22:18). Souverän brachte Karlsruhe den Satz mit 25:20 ins Ziel.
Die Euphorie aus dem Satzgewinn nahmen die Gelb-Roten mit in den vierten Durchgang und erspielten sich eine schnelle 6:3-Führung. Doch die Netzhoppers blieben aufmerksam und glichen postwendend aus (6:6). Es entwickelte sich ein echter Krimi, in dem Karlsruhe mit verbesserter Körpersprache und viel Kampfgeist eine knappe Führung verteidigte (12:10). Mitte des Satzes konterten die Gäste jedoch erneut mit starken Aufschlägen und drehten die Partie (19:18).
In einer spannenden Crunchtime mit ständigen Führungswechseln bewies Timmermann erneut seine Klasse und besorgte den Gästen mit einem cleveren Angriff den ersten Matchball. Ein Angriffsschlag von John Obi ins Aus beendete schließlich ein Spiel, das am Ende auf Messers Schneide stand (23:25).
Während die Netzhoppers die drei Punkte feierten, bleibt für die BADEN VOLLEYS die bittere Erkenntnis einer weiteren knappen Niederlage. Rein rechnerisch ist das Erreichen der Playoffs noch möglich – doch angesichts des Restprogramms aller Beteiligten utopisch.