Tragische Ereignisse in Hohenwart: Drei Teenager aus Pforzheim und Enzkreis verstorben

29. November 2024 , 13:56 Uhr

Pforzheim (pm/dk) – Es ist eine furchtbare Geschichte: Am Abend des 28. November wurden im Pforzheimer Stadtteil Hohenwart, genauer gesagt im Bereich des Aussichtsturms Hohe Warte, drei Jugendliche leblos aufgefunden. Laut dem Polizeipräsidium Pforzheim handelt es sich bei den Verstorbenen um Teenager aus dem Raum Pforzheim und dem Enzkreis. Alle drei gingen gemeinsam auf dieselbe Schule. Auf Nachfrage bestätigt die Polizei, dass es aktuell keine Hinweise auf Fremdverschulden gibt.

Krisenpräventionsteam und Unterstützung vor Ort

Die Schule der Verstorbenen hat umgehend reagiert, um den Betroffenen beizustehen. In enger Zusammenarbeit mit den Behörden wurde ein Krisenpräventionsteam eingerichtet. Darüber hinaus wurde an der Schule ein Trauerraum eingerichtet, in dem Schüler, Lehrer und Angehörige Unterstützung finden können. Ein Team aus Schulsozialarbeitern, Beratungslehrern sowie Psychologen und Notfallseelsorgern ist vor Ort, um mit der Trauer und den schweren Gefühlen der Betroffenen umzugehen.

Sicherheitsmaßnahmen am Aussichtsturm Hohenwart

Laut Polizei waren es nicht die ersten Tote im Bereich des Aussichtsturms. Die „Hohe Warte“ wurde sofort nach dem Vorfall provisorisch abgesperrt. Bauzäune wurden aufgestellt und ein Schild „vorübergehend geschlossen“ angebracht, um den Bereich abzusichern. Die ebenfalls betroffene Absperrung am Aussichtsturm Büchenbronn wurde überprüft, da dieser bereits zuvor abgesperrt worden war.

Gemeinsames Statement von Oberbürgermeister und Landrat

Oberbürgermeister Peter Boch und Landrat Bastian Rosenau äußerten sich zutiefst betroffen über die Tragödie und bekundeten ihr Mitgefühl mit den Hinterbliebenen: „Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt den Familien, Freunden und Angehörigen, die mit unermesslichem Schmerz konfrontiert sind. Nicht nur als Amtspersonen, sondern auch als Familienväter macht uns dieser Verlust dreier junger Menschenleben tief betroffen und lässt uns sprachlos zurück.“

Beide betonten auch die Wichtigkeit des respektvollen Umgangs mit dieser schweren Zeit und die Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen. Sie dankten allen, die sich mit großem Einsatz vor Ort um die Betroffenen kümmerten und nun ebenfalls mit der Tragödie umgehen müssen.

Gedenkmaßnahmen und Trauerbeflaggung

Als Zeichen des Respekts und der Anteilnahme wurde am Rathaus sowie an der betroffenen Schule Trauerbeflaggung angeordnet. Diese Geste soll den Angehörigen und der gesamten Gemeinschaft zeigen, dass in dieser schweren Zeit der Verlust von drei jungen Menschen tief bedauert wird.

Hilfe bei Suizidgedanken

Noch ist nicht klar, was die Todesursache ist. Aktuell gibt es laut Polizei keine Hinweise auf ein Fremdverschulden, ein Suizid ist deshalb nicht ausgeschlossen. Deshalb hier nochmal wichtige Anlaufstellen die bei Suizidgedanken helfen:

Anzeige
Aussichtsturm Enzkreis Hohenwart Krisenprävention Landrat Bastian Rosenau Mitgefühl Notfallseelsorger Oberbürgermeister Peter Boch Pforzheim Schülerhilfe Todesfall Tragödie Trauerbeflaggung Trauerhilfe Unterstützung

Das könnte Dich auch interessieren

01.12.2025 Teilrückbau des Aussichtsturms Hohe Warte gestartet Pforzheim pm/tk) - Der angekündigte Teilrückbau des Aussichtsturms Hohe Warte hat heute morgen begonnen. Der 40 Meter hohe Turm soll bis auf 15 Meter gestutzt werden. 25.09.2025 Aussichtsturm "Hohe Warte" wird eingezäunt und demontiert Pforzheim (pm/tk) - Der Aussichtsturm "Hohe Warte" bei Pforzheim ist laut einem Gutachten nicht mehr standsicher. Gesperrt ist er schon länger. Nun kommen auch Bauzäune um ihn herum, außerdem wird der Turm schrittweise abgebaut. 23.01.2026 Pilotprojekt in Pforzheim für harten Kurs gegen ausländische Straftäter Pforzheim (dpa/tk) - Extra-Listen und mehr Druck: Wer mehrfach auffällt, soll die Folgen spüren. In Pforzheim und dem Enzkreis startet ein Pilotprojekt mit klarer Botschaft. 21.01.2026 KVV wächst weiter: Pforzheim und der Enzkreis treten dem Verkehrsverbund bei Pforzheim/Karlsruhe (pm/dk) - Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) wird deutlich größer. Mit dem Beitritt des Landes Baden-Württemberg, der Stadt Pforzheim und des Enzkreises entsteht ein neuer gemeinsamer Nahverkehrsraum für knapp zwei Millionen Menschen – von der Pfalz bis vor die Tore Stuttgarts. Ein Schritt, der den öffentlichen Nahverkehr in der Region langfristig einfacher, vernetzter und moderner machen soll.