Neuenbürg (dpa/dk) – Nach dem Fund eines toten Mannes in einem Auto in Neuenbürg (Enzkreis) verdichten sich die Hinweise auf ein Verbrechen. Ein vorläufiges Obduktionsergebnis stützt nach Angaben der Polizei den Verdacht eines Fremdverschuldens.
Wie ein Sprecher mitteilte, hätten die Erkenntnisse aus der Obduktion den Verdacht eines Tötungsdelikts erhärtet. Zum konkreten Verletzungsbild oder zu einer möglichen Tatwaffe machte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben.
Ein Zeuge hatte den Mann am Mittwochmorgen in dem Fahrzeug entdeckt und die Polizei alarmiert. Der Tote stammt nach Angaben der Ermittler ebenfalls aus dem Enzkreis.
Für den Fall wurde die Sonderkommission „Motor“ eingerichtet. Sie besteht aus mehreren Dutzend Beamtinnen und Beamten und setzt ihre Arbeit auch am Wochenende fort.
Nach Angaben der Polizei sind bereits zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Die Zahl der gesicherten Spuren liege im mittleren zweistelligen Bereich. Dazu zählen Zeugenvernehmungen, Spuren am Fundort sowie die Auswertung digitaler Beweismittel.
Aktuell suchen die Ermittler eine Firma, die in der Nähe des Fundorts eine mobile Arbeitsbühne abgestellt und wieder abgeholt hatte. Die Bühne wurde am Mittwoch – dem Tag des Leichenfunds – abgeholt.
Mitarbeitende dieser Firma könnten nach Einschätzung der Polizei wichtige Hinweise liefern.
Eine Festnahme gab es bislang nicht.