Böhl-Iggelheim (pol/dk) – In der Nacht zum Montag (23. Februar 2026) ist es in Böhl-Iggelheim zu einem Tötungsdelikt im innerfamiliären Bereich gekommen. Eine 64-jährige Frau wurde tödlich verletzt. Zwei weitere Familienmitglieder erlitten Verletzungen. Der tatverdächtige 28-jährige Sohn wurde von der Polizei durch Schüsse schwer verletzt und später festgenommen.
Nach ersten Erkenntnissen soll der 28-Jährige gegen 0 Uhr in einem Einfamilienhaus seine 64-jährige Mutter, seinen 35-jährigen Bruder und seine 36-jährige Schwester mit einem Messer angegriffen haben.
Die Schwester alarmierte kurz nach Mitternacht über Notruf die Polizei. Als die ersten Einsatzkräfte wenige Minuten später eintrafen, waren sie und der schwer verletzte Bruder bereits aus dem Haus geflüchtet.
Beim Betreten des Hauses trafen die Polizeikräfte auf den Tatverdächtigen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll er im Eingangsbereich noch mit dem Messer auf die am Boden liegende 64-Jährige eingewirkt haben. Die Beamten forderten ihn auf, das Messer fallenzulassen. Als er der Aufforderung nicht nachkam, gaben die Polizisten nach Androhung von ihrer Dienstwaffe Gebrauch, um den mutmaßlichen Angriff zu beenden.
Der 28-Jährige wurde schwer verletzt und musste notoperiert werden. Lebensgefahr besteht derzeit nicht. Er befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung.
Die 64-Jährige erlag noch vor Ort ihren Verletzungen. Laut vorläufigem Ergebnis der Obduktion, die am Dienstag (24. Februar 2026) im Auftrag der Staatsanwaltschaft durch das Institut für Rechtsmedizin der Universität Mainz durchgeführt wurde, erlitt sie multiple Stich- und Schnittverletzungen. Als todesursächlich wird der durch die Verletzungen bedingte Blutverlust angenommen.
Der 35-jährige Bruder wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht nicht. Die 36-jährige Schwester wurde leicht verletzt.
Der Tatverdächtige wurde am Dienstag im Krankenhaus dem Haftrichter vorgeführt. Dieser eröffnete ihm den auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankenthal ergangenen Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags, setzte ihn in Vollzug und ordnete Haftfortdauer an.
Der Beschuldigte machte zur Sache keine Angaben. Bis zu seiner Verlegung in eine Justizvollzugsanstalt wird er im Krankenhaus durch Justizbeamte bewacht.
Die Staatsanwaltschaft Frankenthal (Pfalz) und das Polizeipräsidium Rheinpfalz führen intensive und umfangreiche Ermittlungen zu den genauen Umständen und Hintergründen der Tat.