Thomas Strobl ist neuer Landtagspräsident in Baden-Württemberg

12. Mai 2026 , 15:50 Uhr

Baden-Württemberg (dpa/dk) – Thomas Strobl hat in seiner politischen Laufbahn schon viele Ämter übernommen. Jetzt kommt ein weiteres dazu: Der bisherige Innenminister ist zum neuen Präsidenten des baden-württembergischen Landtags gewählt worden.

103 Ja-Stimmen für Thomas Strobl

Das Landesparlament in Stuttgart hat Thomas Strobl (CDU) zum neuen Landtagspräsidenten gewählt. Der bisherige Innenminister erhielt 103 Ja-Stimmen.

52 Abgeordnete stimmten gegen ihn, ein Abgeordneter enthielt sich. Eine Stimme entfiel auf eine andere Person.

Nach seiner Wahl sagte Strobl, er werde alles dafür tun, um die Würde des Landtags zu verteidigen. Das Parlament sei das Herz der Demokratie in Baden-Württemberg. Man müsse gemeinsam die parlamentarische Demokratie sichern, schützen und verteidigen.

Nachfolger von Muhterem Aras

Thomas Strobl folgt auf Muhterem Aras (Grüne). Sie stand dem Parlament seit 2016 vor.

Nach dem Willen der Grünen-Fraktion soll Aras künftig Vizepräsidentin des Landtags werden.

Lange politische Laufbahn

Der 66-jährige Strobl stammt aus Heilbronn. Seit 2016 war er Innenminister im Kabinett von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

Davor war Strobl 18 Jahre lang Bundestagsabgeordneter. Von 2011 bis 2023 war er außerdem Landeschef der CDU. Der Rechtsanwalt ist mit Christine Strobl verheiratet. Sein Schwiegervater war der inzwischen gestorbene Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU).

Neuer Landtag erstmals zusammengekommen

Gut zwei Monate nach der Landtagswahl sind die Abgeordneten erstmals in der neuen Zusammensetzung zusammengekommen.

Bei der Wahl am 8. März waren die Grünen mit 30,2 Prozent knapp stärkste Kraft geworden. Die CDU lag mit 29,7 Prozent dicht dahinter. Im neuen Landtag haben beide Parteien jeweils 56 Mandate. Eine stärkste Fraktion gibt es deshalb nicht.

AfD stärkste Oppositionskraft

Oppositionsführer im neuen Landtag ist die AfD. Sie kam bei der Wahl auf 18,8 Prozent und hat ihr Ergebnis damit fast verdoppelt.

Im Parlament hat die AfD jetzt 35 Mandate. Die SPD kommt auf 10 Sitze. Die FDP ist nicht mehr im Landtag vertreten, weil sie an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert ist.

Anzeige
AfD Opposition CDU Baden-Württemberg FDP Fünf-Prozent-Hürde Landtag Baden-Württemberg Landtagspräsident Baden-Württemberg Landtagswahl Baden-Württemberg Muhterem Aras SPD Landtag Stuttgart Thomas Strobl Winfried Kretschmann

Das könnte Dich auch interessieren

05.05.2026 Thomas Strobl soll Landtagspräsident in Baden-Württemberg werden Baden-Württemberg (dpa/dk) - Vom Innenminister zum Repräsentanten des Landtags: Thomas Strobl soll neuer Landtagspräsident in Baden-Württemberg werden. Die CDU-Fraktion hat den 66-Jährigen einstimmig als Kandidaten nominiert. 08.05.2026 CDU-Chef Manuel Hagel soll neuer Innenminister werden Baden-Württemberg (dpa/dk) - Tausende Polizistinnen und Polizisten, Terrorabwehr und große Einsatzlagen: Manuel Hagel übernimmt nach dpa-Informationen das Innenministerium in Baden-Württemberg. Damit bekommt der CDU-Chef eines der wichtigsten Ressorts im Land. 07.04.2026 Grüne und CDU sehen Gespräche auf der Zielgeraden Baden-Württemberg (dpa/dk) – Rund einen Monat nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg laufen die Sondierungsgespräche zwischen Grünen und CDU weiter. Nach Angaben der Verhandler könnte es nun in Richtung nächster Phase gehen. 10.03.2026 SPD im Landtag stellt sich neu auf: Sascha Binder wird Fraktionschef Baden-Württemberg (pm/dk) - Nach dem historischen Wahldebakel zieht die SPD im baden-württembergischen Landtag personelle Konsequenzen. Die neue, deutlich kleinere Fraktion hat Sascha Binder einstimmig zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Damit startet die SPD mit neuer Spitze in die kommenden fünf Jahre.