Telefonbetrug im Kreis Südliche Weinstraße: Über 500.000 Euro verloren

02. Februar 2026 , 14:04 Uhr

Südliche Weinstraße (pol/dk) – Ein 68-jähriger Mann aus dem Kreis Südliche Weinstraße ist Opfer eines besonders schweren Betrugs geworden. Unbekannte Täter erbeuteten insgesamt mehr als 500.000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt und warnt eindringlich vor ähnlichen Maschen.

Erst Kryptobetrug, dann falsche Hoffnung

Der Mann hatte bereits im Jahr 2025 rund 70.000 Euro durch einen sogenannten Kryptobetrug verloren. Um die Weihnachtszeit 2025 nahmen bislang unbekannte Täter erneut telefonisch Kontakt zu ihm auf. In mehreren Gesprächen gaukelten sie dem 68-Jährigen glaubhaft vor, dass er sein zuvor verloren gegangenes Geld zurückerhalten könne.

Im Vertrauen auf diese Aussagen überwies der Mann zwischen Weihnachten und dem 30. Januar schließlich mehr als 500.000 Euro auf ein Konto der Betrüger in Malta.

Polizei bittet um Hinweise

Die Kriminalpolizei Ludwigshafen hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise. Zeuginnen und Zeugen können sich telefonisch unter 0621 963-23312 oder per E-Mail an KDLudwigshafen.KI3.K31@polizei.rlp.de wenden.

Scham hält viele Opfer vom Gang zur Polizei ab

Die Polizei weist darauf hin, dass viele Opfer von Telefonbetrug psychisch stark belastet sind. Häufig empfinden sie Scham, nachdem sie auf die Maschen hereingefallen sind und teilweise große Teile ihrer Ersparnisse oder Altersvorsorge verloren haben. Das führe oft dazu, dass sie sich weder Angehörigen noch der Polizei anvertrauen.

Die Polizei macht jedoch klar: Betroffene sind nicht allein und haben sich nicht leichtfertig täuschen lassen. Die Täter agieren äußerst trickreich und skrupellos und passen ihre Vorgehensweisen ständig an.

Hilfe und Beratung für Betroffene

Opfer von Betrugsstraftaten und deren Angehörige können sich an die Opferschutzberatung der Polizei wenden. Diese ist unter der Telefonnummer 0621 963-21160 erreichbar und bietet Unterstützung, Beratung sowie Informationen zu weiteren Hilfeangeboten und Opferrechten.

Zusätzlich gibt es eine Präventionshotline zum Schutz vor Betrug. Unter 0621 963-21177 informieren Fachleute montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr kostenlos über gängige Betrugsmaschen und Schutzmöglichkeiten. Weitere Tipps finden sich auch online unter www.polizei-beratung.de.

Polizei warnt vor Telefonbetrügern

Die Polizei betont, dass sie niemals unter der Notrufnummer 110 anruft und auch keine Zivilkräfte schickt, um Geld oder Wertsachen abzuholen. Persönliche Daten, Bankverbindungen oder Informationen zu Vermögensverhältnissen sollten grundsätzlich nicht an fremde Personen weitergegeben werden. Verdächtige Anrufe sollten umgehend der Polizei gemeldet werden – persönlich oder über die Onlinewache.

Anzeige
Anlagebetrug Betrug Südliche Weinstraße Betrüger erbeuten 500.000 Euro Betrugsmasche Telefon Betrugsprävention Kriminalpolizei Ludwigshafen Kryptowährungsbetrug Malta Betrug Opferschutz Polizei Polizei Rheinland-Pfalz Senior Opfer Betrug Telefonbetrug

Das könnte Dich auch interessieren

08.12.2025 Ermittler kappen Tausende Betrugsnummern – Großaktion mit Zentrum in Karlsruhe Karlsruhe (dpa/dk) - Mit einer bundesweiten Aktion haben Ermittler Tausende Telefonnummern abgeschaltet, die mutmaßlich von Betrügern genutzt wurden – auch von falschen Polizisten und bei Maschen wie dem Enkeltrick. Ziel ist es, die Cyberkriminellen ihre wichtigste Arbeitsgrundlage zu entziehen und Verbraucher besser zu schützen. 24.02.2025 Zeugen gesucht: 26-Jährige am Bahnhof Speyer vergewaltigt – Täter auf der Flucht Speyer (pol/dk) – Schockierende Tat in den frühen Morgenstunden: Eine 26-jährige Frau ist am Sonntag gegen 4:30 Uhr am Bahnhof Speyer Opfer einer Vergewaltigung geworden. Laut Polizei hatte sie sich zunächst mit einem unbekannten Mann unterhalten, bevor er gegen ihren Willen sexuelle Handlungen an ihr vornahm. 20.01.2026 Telefonbetrug in Ettlingen: Seniorin verliert fünfstellige Summe Ettlingen (pol/dk) - Schon wieder ein perfider Betrugsfall in der Region: In Ettlingen-Bruchhausen ist eine 76-jährige Frau auf falsche Polizisten hereingefallen. Die Täter erbeuteten dabei eine hohe Bargeldsumme. Jetzt sucht die Polizei dringend Zeugen. 13.01.2026 Wohnhausbrand in Insheim: Schwer verletzter Bewohner verstorben Insheim (pol/dk) - Nach dem Brand eines Wohnhauses in Insheim gibt es neue, traurige Erkenntnisse. Wie die Staatsanwaltschaft Landau und die Kriminalinspektion Landau mitteilen, ist ein 45-jähriger Bewohner seinen schweren Verletzungen erlegen.