Südliche Weinstraße (pol/dk) – Ein 68-jähriger Mann aus dem Kreis Südliche Weinstraße ist Opfer eines besonders schweren Betrugs geworden. Unbekannte Täter erbeuteten insgesamt mehr als 500.000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt und warnt eindringlich vor ähnlichen Maschen.
Der Mann hatte bereits im Jahr 2025 rund 70.000 Euro durch einen sogenannten Kryptobetrug verloren. Um die Weihnachtszeit 2025 nahmen bislang unbekannte Täter erneut telefonisch Kontakt zu ihm auf. In mehreren Gesprächen gaukelten sie dem 68-Jährigen glaubhaft vor, dass er sein zuvor verloren gegangenes Geld zurückerhalten könne.
Im Vertrauen auf diese Aussagen überwies der Mann zwischen Weihnachten und dem 30. Januar schließlich mehr als 500.000 Euro auf ein Konto der Betrüger in Malta.
Die Kriminalpolizei Ludwigshafen hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise. Zeuginnen und Zeugen können sich telefonisch unter 0621 963-23312 oder per E-Mail an KDLudwigshafen.KI3.K31@polizei.rlp.de wenden.
Die Polizei weist darauf hin, dass viele Opfer von Telefonbetrug psychisch stark belastet sind. Häufig empfinden sie Scham, nachdem sie auf die Maschen hereingefallen sind und teilweise große Teile ihrer Ersparnisse oder Altersvorsorge verloren haben. Das führe oft dazu, dass sie sich weder Angehörigen noch der Polizei anvertrauen.
Die Polizei macht jedoch klar: Betroffene sind nicht allein und haben sich nicht leichtfertig täuschen lassen. Die Täter agieren äußerst trickreich und skrupellos und passen ihre Vorgehensweisen ständig an.
Opfer von Betrugsstraftaten und deren Angehörige können sich an die Opferschutzberatung der Polizei wenden. Diese ist unter der Telefonnummer 0621 963-21160 erreichbar und bietet Unterstützung, Beratung sowie Informationen zu weiteren Hilfeangeboten und Opferrechten.
Zusätzlich gibt es eine Präventionshotline zum Schutz vor Betrug. Unter 0621 963-21177 informieren Fachleute montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr kostenlos über gängige Betrugsmaschen und Schutzmöglichkeiten. Weitere Tipps finden sich auch online unter www.polizei-beratung.de.
Die Polizei betont, dass sie niemals unter der Notrufnummer 110 anruft und auch keine Zivilkräfte schickt, um Geld oder Wertsachen abzuholen. Persönliche Daten, Bankverbindungen oder Informationen zu Vermögensverhältnissen sollten grundsätzlich nicht an fremde Personen weitergegeben werden. Verdächtige Anrufe sollten umgehend der Polizei gemeldet werden – persönlich oder über die Onlinewache.