Mit Abschiebung gedroht

Telefonbetrüger in Germersheim suchen sich Ausländerin als Opfer

12. September 2023 , 11:38 Uhr

Germersheim (pol/tk) – Mit einer offenbar neuen Betrugsmasche erschließen sich Kriminelle eine neue Opfergruppe – nach Senioren nun Ausländer! Sie gaben sich am Telefon als Mitarbeiter der Ausländerbehörde aus und erbeuteten von einer Migrantin in der Südpfalz insgesamt 45.000 Euro.

Falsche Behörden-Mitarbeiter

Betrüger meldeten sich telefonisch bei einer 60-jährigen Frau als Mitarbeiter der Ausländerbehörde Germersheim und versicherten dieser den beschleunigten Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft. Die Frau ließ sich überzeugen und den Betrügern ihre Daten zukommen. Über einen Zeitraum von mehreren Monaten erhielt sie zahlreiche Fake-Emails, die den Anschein erweckten, von der Kreisverwaltung Germersheim versandt worden zu sein. Sie wurde in den Mails aufgefordert, für den Erhalt des deutschen Passes Geld zu überweisen, anderenfalls wurden ihr Konsequenzen angedroht. Aus Angst, abgeschoben zu werden, überwies die Frau mehrfach Geldbeträge an die Betrüger. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 45000 Euro.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei rät bei behördlichen Aufforderungen, die telefonisch oder per Email erfolgen, bei den zuständigen Behörden die Echtheit zu überprüfen. Zeugenhinweise nimmt die Polizei Germersheim unter 07274-9580 oder unter E-Mail pigermersheim@polizei.rlp.de entgegen.

Anzeige
Ausländerbehörde Falsche Mitarbeiter Germersheim Polizei Telefonbetrüger

Das könnte Dich auch interessieren

24.08.2026 Frau verliert 250.000 Euro - Polizei warnt vor Betrug beim Online-Trading Germersheim (pol/tk) - Eine 63-jährige Frau ist nach Angaben der Polizei in Germersheim Opfer eines Betrugs geworden. Dabei entstand ihr ein finanzieller Schaden von rund 250.000 Euro. Die Geschädigte hatte wiederholt Geld bei einer im Internet beworbenen Trading Plattform investiert. 07.10.2026 Was tun, wenn KI-generierte Missbrauchsbilder auftauchen? Karlsruhe (dpa/tk) - Mit dem technischen Fortschritt lassen sich auch pornografische Inhalte mit Kindern recht leicht digital herstellen. Das Cybercrime-Zentrum in Karlsruhe rät zu einem sorgsamen Umgang mit Kinderfotos im Netz. Was können Eltern und Schulen tun, wenn KI-generierte Missbrauchsbilder auftauchen? 22.09.2026 Lkw-Unfall auf der A5 sorgt für Stau auf allen Ausweichstrecken Bruchsal (er24/tk) - Ein Lastwagen kracht beim Rastplatz Kreuzlach in einem parkenden Sattelzug. Der Auflieger wird komplett aufgerissen, das Fahrerhaus zerfetzt. Trümmerteile und auslaufender Diesel verteilen sich auf der Fahrbahn und verursachen ein Stauchaos im morgendlichen Berufsverkehr. 16.09.2026 Zweite Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe: Baubeginn noch in diesem Jahrzehnt? Wörth (pm/svs) - Beim geplanten Bau der zweiten Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe gibt es einen weiteren Schritt nach vorne. Der Bund hat den überarbeiteten Planungsunterlagen von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zugestimmt. Damit können die beiden Länder nun die ergänzenden Baurechtsverfahren einleiten.