Baden-Baden (dpa/dk) – Der Tarifstreit bei den baden-württembergischen Spielbanken ist vorerst beendet. Verdi hat einer Gehaltserhöhung von 230 Euro im Monat zugestimmt. Die Regelung gilt rückwirkend ab dem 1. Januar – allerdings nur unter einer Bedingung.
Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sollen die Beschäftigten monatlich 230 Euro mehr bekommen.
Die Erhöhung gilt rückwirkend ab 1. Januar. Voraussetzung ist laut Verhandlungsführer Frank Hawel allerdings, dass diese Erhöhung bis zum Abschluss eines neuen Gesamttarifwerks abgesichert bleibt.
Dem aktuellen Abschluss ging ein längerer Tarifstreit voraus.
Im Frühjahr hatte es den ersten Warnstreik in der Geschichte der Landestochter gegeben. Daran beteiligten sich Beschäftigte der Spielbanken in Baden-Baden, Stuttgart und Konstanz.
Die Arbeitgeberseite hatte den Warnstreik damals deutlich kritisiert.
Bereits Anfang Juni hatte Verdi eine erste Lösung im Tarifkonflikt verkündet.
Diese Einigung kam anschließend allerdings nicht zustande. Nun wurde eine neue Regelung gefunden.
Hawel betonte, der Arbeitgeber müsse jetzt verloren gegangenes Vertrauen wiederherstellen.
Tobias Wald, Geschäftsführer der Baden-Württembergischen Spielbanken, sieht in der Annahme des Angebots einen wichtigen Schritt.
Die Regelung schaffe Planungssicherheit für die Beschäftigten und ermögliche es, den Weg zu einem modernen, transparenten und einheitlichen Tarifvertrag gemeinsam fortzusetzen.
Die Betreibergesellschaft der drei Spielbanken gehört zu 100 Prozent dem Land Baden-Württemberg.
Nach Angaben der Gesellschaft arbeiten rund 550 Menschen für die Casinos in Baden-Baden, Stuttgart und Konstanz.