Tarifkonflikt bei Spielbanken im Südwesten vorerst beigelegt

29. Oktober 2026 , 15:38 Uhr

Baden-Baden (dpa/dk) – Der Tarifstreit bei den baden-württembergischen Spielbanken ist vorerst beendet. Verdi hat einer Gehaltserhöhung von 230 Euro im Monat zugestimmt. Die Regelung gilt rückwirkend ab dem 1. Januar – allerdings nur unter einer Bedingung.

230 Euro mehr im Monat

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sollen die Beschäftigten monatlich 230 Euro mehr bekommen.

Die Erhöhung gilt rückwirkend ab 1. Januar. Voraussetzung ist laut Verhandlungsführer Frank Hawel allerdings, dass diese Erhöhung bis zum Abschluss eines neuen Gesamttarifwerks abgesichert bleibt.

Warnstreik brachte Bewegung in den Konflikt

Dem aktuellen Abschluss ging ein längerer Tarifstreit voraus.

Im Frühjahr hatte es den ersten Warnstreik in der Geschichte der Landestochter gegeben. Daran beteiligten sich Beschäftigte der Spielbanken in Baden-Baden, Stuttgart und Konstanz.

Die Arbeitgeberseite hatte den Warnstreik damals deutlich kritisiert.

Frühere Einigung war gescheitert

Bereits Anfang Juni hatte Verdi eine erste Lösung im Tarifkonflikt verkündet.

Diese Einigung kam anschließend allerdings nicht zustande. Nun wurde eine neue Regelung gefunden.

Hawel betonte, der Arbeitgeber müsse jetzt verloren gegangenes Vertrauen wiederherstellen.

Spielbanken sprechen von Planungssicherheit

Tobias Wald, Geschäftsführer der Baden-Württembergischen Spielbanken, sieht in der Annahme des Angebots einen wichtigen Schritt.

Die Regelung schaffe Planungssicherheit für die Beschäftigten und ermögliche es, den Weg zu einem modernen, transparenten und einheitlichen Tarifvertrag gemeinsam fortzusetzen.

Rund 550 Beschäftigte betroffen

Die Betreibergesellschaft der drei Spielbanken gehört zu 100 Prozent dem Land Baden-Württemberg.

Nach Angaben der Gesellschaft arbeiten rund 550 Menschen für die Casinos in Baden-Baden, Stuttgart und Konstanz.

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