Südwesten kriegt neue Sterne-Restaurants - verliert aber auch welche

09. März 2022 , 13:53 Uhr

Region (dpa/lk) – Baden-Württemberg bleibt eine gute Adresse für die Spitzen-Küche. Der Reifenhersteller Michelin ehrt in seinem neuen Gastro-Führer mehrere Restaurants aus dem Südwesten neu mit Sternen. Die einzigen beiden Drei-Sterne-Häuser gibt es weiterhin in Baiersbronn im Nordschwarzwald. Ein Zwei-Sterne-Restaurant ist in Stuttgart neu dazu gekommen, Ein-Sterne-Häuser unter anderem in Karlsruhe und Baden-Baden. Aber es gibt nicht nur gute Nachrichten.

Zwei Sterne für „Speisemeisterei“ in Stuttgart

Trüffel, Kalbskopf und eingelegte Sommerpaprika stehen auf der Karte, das Sieben-Gänge-Menü kostet 189 Euro: Mit der „Speisemeisterei“ in Stuttgart hat Baden-Württemberg ein neues Zwei-Sterne-Restaurant. Koch Stefan Gschwendtner sagte am Mittwoch bei der Verkündung: „Ich bin voll überwältigt, es ist einfach großartig.“

Neue Sterne in Karlsruhe und Baden-Baden

In der neuen Ausgabe des Restaurantführers „Guide Michelin“ werden zudem vier Häuser aus dem Südwesten neu mit jeweils einem Stern ausgezeichnet: „Maltes Hidden Kitchen“ in Baden-Baden, das „Tawa Yama Fine“ in Karlsruhe, die „Mühle“ in Schluchsee im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald und das „Ritzi Gourmet“ in Stuttgart. Außerdem der „Schwarze Hahn“ im südpfälzischen Deisesheim

Südwesten verliert aber auch neun Sterne

Auf der anderen Seiten hat die Spitzengastronomie hierzulande insgesamt neun Sterne verloren – also mehr als hinzukamen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Das „Emma Wolf since 1920“ in Mannheim (bislang ein Stern) beispielsweise hat schlicht geschlossen. Dem „Olivio“ in Stuttgart wurden seine zwei Sterne gestrichen, weil Koch Anton Gschwendtner die Landeshauptstadt verlassen und stattdessen die Küche im Münchner „Atelier“ übernommen hat. Das zählt nun zu den acht neuen Zwei-Sterne-Restaurants, die der Restaurantführer auflistet.

Zahlreiche Sterne in der Region wurden bestätigt

Allerdings wurden auch viele Sterne Restaurants in der Region bestätigt. So verteidigte das „Le Pavillon“ in Bad Peterstal-Griesbach seine zwei Sterne. Bei einem Stern bleibt es beim „Le Jardin de France“ in Baden-Baden, dem „Gourmetrestaurant Berlins Krone“ in Bad Teinach-Zavelstein, der „Köhlerstube“ und dem „Schlossberg“ in Baiersbronn, dem „Erbprinz“ in Ettlingen, „Werners Restaurant“ in Gernsbach, „sein“ in Karlsruhe, dem „restaurant Urgestein“ in Neustadt an der Weinstraße, dem „Lamm Rosswag“ in Vaihingen an der Enz, “ Schwitzer’s am Park“ in Waldbronn und dem „zeit|geist“ in Weingarten (Baden).

Baiersbronn bleibt Gourmet-Mekka

Die einzigen beiden Häuser in Baden-Württemberg, die mit der Bestbewertung von drei Sternen ausgezeichnet sind, bleiben den Angaben zufolge das „Restaurant Bareiss“ und die „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn. Die „Schwarzwaldstube“ hatte sich mehr als 20 Jahre lang in Folge mit drei Sternen schmücken können, die Ehrung aber nach dem verheerenden Feuer Anfang 2020 vorübergehend verloren, als das Hotel „Traube Tonbach“ samt Restaurants abbrannte. Der Neubau soll nach bisherigem Stand der Planung zum 8. April eröffnen. Neben den beiden Gourmetrestaurants von Torsten Michel und Florian Stolte soll es mit dem „Schatzhauser“ auch ein neues Restaurantkonzept mit schwäbisch-badischer Küche geben. Schon im vergangenen Jahr erhielt die „Schwarzwaldstube“ ihre drei Sterne zurück.

So viele Auszeichnungen wie noch nie

Mit bundesweit 327 Restaurants seien in diesem Jahr so viele mit Michelin-Sternen ausgezeichnet wie noch nie, teilte der Autoreifenhersteller mit. „Auch wenn die Corona-Pandemie noch nicht ausgestanden ist, bestätigt die Restaurantauswahl im Jahr 2022 trotz erschwerter Bedingungen ein vielfältiges Angebot und ein unverändert hohes Niveau der deutschen Gastronomie“, hieß es in einer Mitteilung. Der „Guide Michelin“ kürt jährlich die besten Restaurants. Die ersten wurden in Deutschland 1966 verliehen.

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