«Wir hatten schon echt viele Derbys. Aber dass einer schon vor dem Derby rumgeheult und sich in die Hose gekackt hat, das hatten wir auch noch nicht», verschoss FCK-Kapitän Marlon Ritter verbale Giftpfeile in Richtung von KSC-Trainer Maximilian Senft.
Der hatte den Pfälzern vor der Partie eine gewisse Fallsucht unterstellt. «Wer das FCK-Spiel gegen Wolfsburg gesehen hat, hat gesehen, dass bei den defensiven Standards sehr viele Spieler von Kaiserslautern ganz schnell zu Boden gehen, ohne wirklichen Kontakt. Das war schon sehr offensichtlich», hatte Senft erklärt und den Referee für die Partie auf dem mit 49.327 Zuschauern ausverkauften Betzenberg in die Pflicht genommen.
Wie Ritter war daher auch FCK-Coach Torsten Lieberknecht nicht gut auf Senft zu sprechen. «Dem Schiedsrichter möchte ich ein ganz großes Lob aussprechen. Er war vor der Partie durch eine, wie ich finde, hanebüchene und faktisch nicht richtige Aussage meines Trainerkollegen unter Druck gesetzt worden. Umso souveräner hat er das Spiel heute geleitet», sagte Lieberknecht.
Auch auf dem Platz ging es vom Anpfiff weg hitzig zu. Ritter stand in den Anfangsminuten bei zwei Verbal-Duellen mit den Karlsruhern Marcel Franke und Lilian Egloff gleich im Mittelpunkt. Das Spiel selbst war insgesamt ausgeglichen. Kaiserslautern war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, der KSC nach dem Wechsel.