Am Sonntagmorgen waren rund 10.000 Haushalte stundenlang ohne Strom. Laut Stadtverwaltung war am Morgen durch die starken Winde ein Blechdach in ein Umspannwerk im Freiburger Stadtteil Littenweiler geflogen und hatte einen Kurzschluss verursacht. Zuvor seien bereits Bäume wegen des Unwetters in Oberleitungen gestürzt und hätten erste Störungen verursacht, teilte der Energieversorger mit. Die Polizei schätzte, dass am Morgen rund 25.000 Menschen keinen Strom hatten.
Die ersten Störungen begannen laut Badenova gegen 3.30 Uhr. Gegen 11 Uhr war demnach die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt.
Ob Badenova aufgrund des Vorfalls neue Sicherheitsvorkehrungen treffen will, war zunächst offen. «Auch zu möglichen zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage treffen», sagte die Sprecherin. «Dies wird Gegenstand der laufenden Analyse des Vorfalls sein.»
Wegen des Stromausfalls konnten am Sonntagmorgen im Universitätsklinikum Freiburg zeitweise nur lebensbedrohliche Notfälle in der Notaufnahme versorgt werden. Andere Patienten sollten auf umliegende Notaufnahmen und Notfallpraxen ausweichen, wie die Klinik auf Instagram schrieb. Rund zwei Stunden war die Stromversorgung laut Klinikum wieder hergestellt.
Bei dem Stromausfall sei es zu keinen weiteren Zwischenfällen gekommen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Allerdings hätten sich zahlreiche besorgte Bürger wegen des Stromausfalls bei den Beamten gemeldet. Die Polizei zählte rund 50 Notrufe im Laufe des Morgens.